Nissan Ariya: Top Leasing-Angebote
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Die späte Zen-Oase: Warum der Nissan Ariya besser ist als sein Ruf (und seine Ladekurve)
Als Nissan 2010 den Leaf brachte, waren sie Pioniere. Dann passierte lange nichts. Als der Ariya schließlich startete, war das Feld schon bestellt von VW ID.4, Hyundai Ioniq 5 und Tesla Model Y. Doch der Ariya versucht nicht, diese Autos mit rohen Daten zu schlagen. Stattdessen setzt er auf etwas, das vielen Konkurrenten fehlt: Atmosphäre. Er ist der „Lounge-Gleiter“ unter den Elektro-SUVs, der Stress eher durch Design als durch Beschleunigung abbaut – auch wenn das neue Nismo-Modell nun genau das Gegenteil beweisen will.
Das Design: Japanischer Futurismus
Optisch ist der Ariya ein Statement. Er wirkt wie aus einem Guss, glatt und monolithisch.
- Das Gesicht: Der riesige, schwarze Schild an der Front (der „Grill“) verbirgt die Sensoren. Mit dem kommenden Facelift (Modelljahr 2025/26) wird sich die Optik jedoch etwas dem neuen Leaf annähern und aggressiver werden.
- Der Innenraum: Das ist das absolute Highlight. Statt Plastikwüsten gibt es hier eine minimalistische Zen-Landschaft. Die Bedienknöpfe für die Klimaanlage sind haptisch in die Holzleiste des Armaturenbretts integriert – sie leuchten durch das Holz hindurch. Das sieht fantastisch aus und fühlt sich hochwertiger an als in fast jedem anderen Auto dieser Klasse. Die Mittelkonsole lässt sich zudem elektrisch verschieben.
Die Technik: Solide, aber keine Revolution
Der Ariya steht auf der CMF-EV-Plattform, die er sich mit dem Renault Megane E-Tech teilt.
- Batterien: Es gibt zwei Größen – 63 kWh (für den Stadtverkehr und Pendler) und 87 kWh (für die Langstrecke).
- Antrieb: Wahlweise Frontantrieb oder der clevere e-4ORCE Allradantrieb. Letzterer nutzt die E-Motoren, um Nickbewegungen beim Bremsen zu minimieren („Pitch Control“), damit den Passagieren nicht übel wird – ein Feature, das wirklich funktioniert.
Der Nismo (Neu 2025): Krawall im Anzug
Ganz frisch im Portfolio ist der Ariya Nismo.
- Die Daten: 435 PS (320 kW), 600 Nm, 0-100 km/h in 5 Sekunden.
- Der Charakter: Nissan hat das Fahrwerk tiefergelegt und straffer abgestimmt. Er klebt förmlich auf der Straße und macht Spaß, kann aber sein hohes Gewicht von 2,2 Tonnen nicht ganz kaschieren. Er ist ein „Hot SUV“ für Familienväter, die eigentlich lieber einen Sportwagen hätten.
Die Achillesferse: Das Laden
Hier merkt man, dass die Entwicklung schon ein paar Jahre her ist.
- Ladeleistung: Maximal 130 kW an der Schnellladesäule. Das klingt nach wenig (ein Hyundai Ioniq 5 schafft 240 kW).
- Die Realität: Nissan hält diese 130 kW sehr lange konstant (flache Ladekurve). Dennoch steht man für 10-80 % gut 30 bis 35 Minuten. Für den jährlichen Urlaub ist das okay, für den Vielfahrer im Außendienst ist es im Jahr 2025 eigentlich zu langsam.
- AC-Laden: Positiv ist der serienmäßige 22-kW-Lader (bei den größeren Akkus/Ausstattungen), mit dem man an städtischen Säulen in 4 Stunden voll ist.
Software und Updates
Mit den neuesten Updates (und dem kommenden Facelift) zieht Google built-in ein. Das bedeutet: Google Maps ist nativ integriert und plant Ladestopps inklusive Vorkonditionierung des Akkus sehr zuverlässig. Endlich gibt es auch V2L (Vehicle-to-Load), womit man am Ladeport externe Geräte bis 1,5 kW betreiben kann (beim Facelift/Nismo).
Fazit: Der Komfort-König
Der Nissan Ariya ist das perfekte Auto für Menschen, die den sterilen Touchscreen-Look von Tesla hassen und sich im Auto wie im Wohnzimmer fühlen wollen. Er ist leise, komfortabel und hervorragend verarbeitet. Wer jedoch „Reichweiten-Angst“ hat oder Rekorde am Schnelllader brechen will, wird mit ihm nicht glücklich. Er ist ein Auto zum Entschleunigen, nicht zum Rasen – es sei denn, man kauft den Nismo.