Mini Cooper F55: Top Leasing-Angebote
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Der pragmatische Rebell: Warum der Mini F55 der wichtigste Kompromiss der Firmengeschichte ist
Als Mini im Jahr 2014 den F55 vorstellte, ging ein Aufschrei durch die Fan-Gemeinde. Ein „Hatch“ (Schrägheck) mit fünf Türen? Das galt als Sakrileg. Doch die Strategie von BMW ging auf: Der F55 schloss die entscheidende Lücke für Kunden, die den Look des Originals liebten, aber keine Lust hatten, sich beim Anschnallen eines Kindersitzes den Rücken zu verrenken. Er ist bis heute das Bindeglied zwischen dem klassischen 3-Türer (F56) und dem Kombi Clubman (F54).
Das Design: Funktion vor Form
Man muss ehrlich sein: Der F55 gewinnt keinen Schönheitspreis gegen seinen dreitürigen Bruder.
- Die Proportionen: Um die zwei zusätzlichen Türen unterzubringen, wurde der Radstand um 72 Millimeter verlängert und die Karosserie insgesamt um 16 Zentimeter gestreckt. Das lässt den Wagen im Profil etwas langgezogen wirken. Das kompakte „Würfel-Design“ geht ein wenig verloren.
- Der Fensterrahmen-Schock: Ein entscheidendes Detail unterscheidet ihn vom 3-Türer: Der F55 hat Fensterrahmen an den Türen. Die rahmenlosen Scheiben, ein Markenzeichen des klassischen Minis, fielen der Stabilität und dem Geräuschkomfort zum Opfer.
Der Nutzwert: Endlich alltagstauglich?
Der F55 ist kein Raumwunder, aber er macht den Unterschied zwischen „möglich“ und „unmöglich“.
- Der Fond: Auf der Rückbank haben nun auch Erwachsene (zumindest auf Kurzstrecken) Platz, ohne die Knie an die Ohren zu drücken. Es gibt drei Sitzplätze hinten, wobei der mittlere eher ein Folterinstrument ist.
- Der Kofferraum: Mit 278 Litern (statt 211 Litern beim 3-Türer) schluckt er knapp eine Reisetasche mehr. Wichtiger ist: Die Rücksitzlehne ist geteilt umklappbar, was ihn für den IKEA-Einkauf (Kleinteile!) nutzbar macht.
- Die Türen: Die hinteren Türen sind sehr schmal. Der Einstieg erfordert für große Menschen etwas Gelenkigkeit, aber um eine Jacke oder Laptoptasche schnell hinten reinzuwerfen, sind sie Gold wert.
Fahrverhalten: Erwachseneres Go-Kart
Der längere Radstand hat einen angenehmen Nebeneffekt: Der F55 liegt bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn ruhiger und satter. Er hoppelt weniger über Querfugen als der nervöse 3-Türer. Trotzdem hat Mini die Abstimmung so hinbekommen, dass er immer noch gierig einlenkt. Wer den direkten Vergleich nicht hat, wird das „Go-Kart-Feeling“ kaum vermissen.
- Cooper vs. Cooper S:
- Der Cooper (136 PS Dreizylinder) reicht für den Alltag völlig aus und klingt charakterstark knurrig.
- Der Cooper S (192/178 PS Vierzylinder) macht den F55 zum „GTI-Schreck“, der auch voll beladen noch souverän zieht.
Zuverlässigkeit: BMW-Technik sei Dank
Da der F55 (wie alle F-Modelle) auf der UKL-Plattform von BMW steht, gilt er als sehr solide.
- Motoren: Die B38 (3-Zylinder) und B48 (4-Zylinder) Motoren gelten als standfest. Probleme mit der Steuerkette, die die Vorgänger (R-Reihe) plagten, sind hier Geschichte.
- Schwachstellen: Achten Sie auf die Motorlager (die Gummis reißen gerne) und bei den manuellen Schaltern auf die Kupplung, wenn das Auto viel im Stadtverkehr bewegt wurde.
Fazit: Der Mini für junge Eltern
Der Mini F55 ist das perfekte Auto für Paare, die das erste Kind bekommen oder oft Freunde mitnehmen, aber (noch) nicht bereit sind, einen Kombi oder SUV zu fahren. Er bewahrt sich 90 % des Mini-Charmes bei 150 % des Nutzwerts. Wer über die etwas gestreckte Optik und die Fensterrahmen hinwegsehen kann, bekommt den vielleicht besten Allrounder im Mini-Portfolio – oft sogar zu einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem Gebrauchtwarkt als den kultigen 3-Türer.