Mercedes-Benz GLA: Top Leasing-Angebote
Vom Lückenfüller zum Lifestyle-Star: Wie der Mercedes GLA endlich erwachsen wurde
Als Mercedes 2013 den ersten GLA (X156) brachte, spotteten Kritiker: „Das ist doch nur eine A-Klasse, die zu viel Hefe gegessen hat.“ Der Wagen war niedrig, eng und wirkte eher wie ein höhergelegter Kompaktwagen als wie ein SUV. Mit der aktuellen Generation (H247) und dem jüngsten Facelift (2023) hat Mercedes diesen Fehler korrigiert. Der GLA ist nun über zehn Zentimeter höher als sein Vorgänger und tritt selbstbewusst gegen BMW X1 und Audi Q3 an. Er ist das Auto für Singles und Paare, die den Stern auf der Haube und die hohe Sitzposition wollen, aber keinen Familientransporter brauchen.
Die Metamorphose: Endlich „Hochsitz“
Das wichtigste Kaufargument für einen SUV ist die Sitzposition.
- Der Vorgänger: Hier saß man kaum höher als in einem VW Golf.
- Der Neue: Der aktuelle GLA bietet das echte SUV-Gefühl. Man steigt bequem ein, thront über dem Verkehr und genießt eine bessere Übersicht. Durch die höhere Dachlinie haben nun auch großgewachsene Passagiere im Fond Platz, ohne den Kopf einziehen zu müssen.
Der Innenraum: Kino in der ersten Reihe
Wer die Tür öffnet, blickt auf das bekannte Widescreen-Cockpit der Kompaktklasse.
- MBUX: Auch im GLA ist das Infotainmentsystem das Maß der Dinge. Die Auflösung ist gestochen scharf, die Bedienung per Touch, Lenkrad oder Sprache („Hey Mercedes“) funktioniert flüssig.
- Facelift-Update: Seit der Modellpflege 2023 verzichtet Mercedes auf das Touchpad in der Mittelkonsole. Dort ist nun eine Ablage. Die Bedienung läuft fast nur noch über den Touchscreen oder Sprachbefehle. Zudem ist das Lenkrad nun serienmäßig mit Leder bezogen und verfügt über (die oft kritisierten) kapazitiven Touch-Flächen statt echter Tasten.
Die Antriebe: Breite Brust dank Hybrid
Mercedes bietet eine Palette, die kaum Wünsche offen lässt.
- Der Bestseller (GLA 250 e): Der Plug-in-Hybrid ist besonders beliebt. Er kombiniert einen 1,3-Liter-Benziner mit einem E-Motor.
- Vorteil: Er schafft realistische 60 bis 70 Kilometer rein elektrisch und lässt sich dank DC-Lademöglichkeit (optional) unterwegs in ca. 25 Minuten aufladen – ein Feature, das vielen Konkurrenten fehlt.
- Die Dauerläufer: Trotz Diesel-Krise bleiben der 200 d und 220 d eine Empfehlung. Sie sind extrem sparsam (oft unter 5,5 Liter auf der Autobahn) und harmonieren perfekt mit dem 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe.
- Mild-Hybrid: Seit dem Facelift sind auch die reinen Benziner mit einem 48-Volt-System elektrifiziert, was den Startkomfort verbessert und beim Segeln hilft.
Das interne Duell: GLA vs. GLB
Der größte Konkurrent des GLA steht im eigenen Showroom: der Mercedes GLB. Beide basieren auf der gleichen Plattform.
- Der GLB: Ist der kantige Praktiker. Er bietet einen riesigen Kofferraum und optional sogar sieben Sitze.
- Der GLA: Ist der Ästhet. Sein Kofferraum ist mit 435 Litern nur Durchschnitt (ein BMW X1 lädt mehr). Wer Kinderwagen und Urlaubsgepäck transportieren will, stößt im GLA schnell an Grenzen. Er ist ein Lifestyle-Produkt, kein Lastesel.
AMG: Krawall im Kompaktformat
Wer es wild mag, greift zum Mercedes-AMG GLA 45 S. Mit 421 PS ist er eines der stärksten Vierzylinder-Autos der Welt. Dank Allradantrieb und Drift-Modus fährt sich dieses kleine SUV eher wie ein Rallye-Auto. Es ist völlig unvernünftig, teuer im Unterhalt, aber ein technisches Meisterwerk in Sachen Literleistung.
Der Premium-Einstieg hat seinen Preis
Der Mercedes GLA ist ein hervorragendes Auto für alle, die Komfort, Image und modernste Technik suchen, aber keine großen Außenmaße wollen. Er fährt sich erwachsener und komfortabler als die A-Klasse. Der Haken ist der Preis: Mit ein paar Extras (AMG-Line, Premium-Paket, Fahrassistenz) knackt man spielend die 50.000- oder gar 60.000-Euro-Marke. Dafür bekommt man aber auch ein „Baby-GLE“-Gefühl, das in dieser Klasse seinesgleichen sucht.