Nach den Sommerferien ist vor Herbst und Winter – wie man sein Auto auf die kalte Jahreszeit vorbereitet

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Gerade hat in den letzten Bundesländern Deutschlands wieder die Schule begonnen und es fühlt sich vor allem abends immer deutlicher nach Herbst an. Diese Indizien sind ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Sommer sich – wenn auch mit Sonnenstrahlen tagsüber – verabschiedet, um Herbst und Winter Platz zu machen. Für Fahrzeughalter heißt diese Zeit auch: Das Auto muss nicht nur nach den Sommerferien wieder auf „Alltags-Modus“ umgerüstet werden, sondern sollte auch auf die kalte Jahreszeit vorbereitet werden. Für welche Arbeiten Equipment aus der Kategorie Autopflege benötigt wird und für welche Arbeiten Schrauber-Wissen nötig ist, verrät dieser Beitrag.

Abbildung 1: Wenn der Herbst beginnt, ist es die rechte Zeit, um das Fahrzeug auf die veränderten Klimaverhältnisse umzurüsten. Ein gründlicher Check sorgt für mehr Sicherheit und verhindert auch, dass der erste Frost zur bösen Überraschung wird.

Kleiner Wintercheck – zuhause oder in der Werkstatt

Der kleine Wintercheck lässt sich zuhause durchführen und ist in der Regel Teil des umfassenden Winterchecks in der Werkstatt. Doch worauf kommt es an?

  • Wer den Herbstcheck des Fahrzeugs mit einer Komplettreinigung beginnt, sollte danach auf die Pflege des Fahrzeugs achten, die vor allem jetzt wichtig ist, da es auf die kalte Jahreszeit zugeht. Das heißt: Ist der Schmutz erst ab, gilt es die Gummidichtungen der Türen anschließend zu pflegen. Gummipflegeprodukte und Vaseline sind eine gute Wahl, um die Gummis geschmeidig zu halten und sie daran zu hindern, festzufrieren. Auch Türschlösser brauchen vor der kalten Jahreszeit eine besondere Behandlung – sogenanntes Grafitspray verhindert, dass die Türschlösser einfrieren.
  • Die Kühlflüssigkeit muss über einen ausreichenden Frostschutz verfügen. Um zu überprüfen, ob dies bereits der Fall ist, kann die Frostschutzkonzentration in der Flüssigkeit gemessen und bestimmt werden. Achtung: Nur bei kaltem Motor darf der Deckel geöffnet werden, um die Konzentration zu messen. Liegt die Konzentration nicht bei minus 40 Grad Celsius, muss entsprechend nachgefüllt werden. Um ein gut funktionierendes Mischverhältnis zu erhalten, muss die Kühlflüssigkeit dieselbe Farbe haben.
  • Um im Herbst und Winter für gute Sicht zu sorgen, sind auch andere Flüssigkeitsstände zu überprüfen: Die Flüssigkeit, die zur Reinigung der Scheiben dient, muss auf ihre Frostsicherheit hin geprüft werden. Neben der Heck- und Frontscheibenreinigung muss auch die Flüssigkeit zur Scheinwerferreinigung frostsicher sein. Tipp: Das Mittel nur aufzufüllen, reicht nicht. Stattdessen ist es wichtig, die Scheibenwischanlage direkt zu betätigen, damit sich auch in den Leitungen der Frostschutz fließen kann.
  • Prüfen und einstellen heißt es mit Blick auf die Scheinwerfer und auch auf die Scheibenwischer. Scheibenwischer können nun – kurz vor dem Herbst, in dem die Sicht ohnehin schlechter wird – direkt vom Urlaubsschmutz befreit werden. Auch ein Check, ob wirklich alle Lichter gehen, ist nun eine gute Idee. Darüber hinaus sollten die Scheibenwischer geprüft werden. Nur ein Wischer mit guten Wischerblättern sorgt bei den mitunter schwierigen Sichtverhältnissen in Herbst und Winter für guten Durchblick. Wichtig: Beim Check der Scheibenwischer erledigt sich ein Fenstercheck beinahe in einem Aufwasch mit. Wichtig ist es an dieser Stelle ganz speziell auf kleine Beschädigungen der Windschutzscheibe zu achten, die beispielsweise auf einen Steinschlag zurückzuführen sind. Werden sie missachtet oder die Scheibe nicht repariert, könnte das kalte Winterwetter die Scheibe springen lassen. Dann ist der Reparaturaufwand deutlich höher.
  • Besonders stark beansprucht wird in den folgenden Monaten auch wieder die Batterie. Um diese große Aufgabe meistern zu können, braucht sie mindestens 12 Volt. Ist das nicht der Fall, sollte die Batterie vorsorglich geladen oder getauscht werden – um nicht etwa zu riskieren, dass das Auto morgens nicht anspringt, wenn die Fahrt zur Arbeit ansteht.

Winter-Equipment im Fahrzeug – was fährt eigentlich mit?

Abbildung 2: Der Check des Fahrzeugs ist die eine Maßnahme, die nötig ist, wenn sich Herbst und Winter einstellen. Doch auch Enteiser, Kehrbesen und Eiskratzer müssen einziehen.

Neben Überprüfung, Pflege sowie den einen oder anderen Montagearbeiten (wie etwa die Montage von Winterreifen) verändert sich auch im Fahrzeuginnenraum nun einiges. Der Last-Minute-Türschlossenteiser zieht in die Hand- oder Jackentasche ein. Im Fahrzeug selbst landen Scheibenenteisungsmittel, weiche Kehrbesen, um dicke Schneeschichten abzutragen und natürlich Eiskratzer, die rundherum für freie Sicht sorgen sollten.

Neben der Vorbereitung des Fahrzeugs auf die nasskalte Saison, müssen nun auch die Fahrer selbst wieder umdenken, denn: Zeit ist nun der entscheidende Faktor. Mehr Zeit einzuplanen, ist insofern ratsam, weil die Straßenbedingungen schwieriger und herausfordernder werden. Diese nicht in der Hektik bestreiten zu müssen, ist ein großer Vorteil. Zudem ist das Plus an Zeit spätestens dann nötig, wenn es im Winter schneit. Dann müssen Fahrzeuge, die nicht etwa in der Garage oder im Carport einen Stellplatz haben, freigeschaufelt werden. Auch vereiste Scheiben müssen freigekratzt werden – und das kann je nach Eisschicht durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen. Wichtig ist die Enteisung des Fahrzeugs dennoch – und zwar vor allem aus Sicherheitsgründen und, weil für Gucklöcher in der Frontscheibe, Schneeberge auf dem Dach und zugeschneite Kennzeichen Bußgelder drohen.

 

Abbildung 1: pixabay.com © qimono (CC0 Public Domain)

Abbildung 2: pixabay.com © RitaE (CC0 Public Domain)

 

 

 

 

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