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Winterreifen im Sommer, erlaubt oder verboten?

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Als Autofahrer muss man diverse Gesetze beachten und sich an Regeln halten. Ein fester Bestandteil ist auch, dass im Winter mit Winterreifen und im Sommer mit Sommerreifen gefahren wird. Doch ist man überhaupt dazu verpflichtet und wie sieht es aus, wenn im Sommer mit Winterreifen gefahren wird? Kann das bestraft werden oder erspart man sich legal den jährlichen Reifenwechseln?

So sieht zunächst die Gesetzeslage aus

In Deutschland ist es so, dass im Winter nur eine situative Winterreifenpflicht herrscht. Autofahrer müssen also theoretisch nur dann mit solchen Pneus ausgestattet sein, wenn auf den Straßen winterliche Verhältnisse wie Schnee und Glätte herrschen. Da aber niemand mehrmals in der Woche seine Reifen umstecken will, werden diese über die Wintermonate automatisch am Wagen gelassen. Eine ungeschriebene Regel sieht den Oktober bis Ostern vor (von O bis O), verpflichtend ist es jedoch nicht.

Im Sommer sieht es noch entspannter aus, denn es gibt überhaupt keine Form einer Sommerreifenpflicht. Die Reifen müssen lediglich ausreichend Profil aufweisen, ob Sommer oder Winter ist egal. Obwohl das Gesetz in diesem Fall sehr locker ist, ist das Fahren im Sommer mit Winterreifen keine gute Idee. Dazu im nächsten Absatz mehr.

Das Gesetz ist nicht immer perfekt

Wenn ins Auto eingestiegen und losgefahren wird, dann besteht immer die Gefahr eines Unfalls. Man muss auch gar nicht selbst schuld sein, um im schlimmsten Fall im Krankenhaus zu landen. Es müssen natürlich keine ernsten Verletzungen vorliegen, 99 Prozent werden aber trotzdem das Bett zu Hause bevorzugen. Ein Trostpflaster gibt es aber, denn dank Smartphone und Tablet vergeht die Zeit im Krankenhaus zum Beispiel mit Videos oder Online Poker deutlich schneller.

Im Sommer schreibt das Gesetz also keine Sommerreifen vor, ratsam ist es aber aus zwei Gründen trotzdem. Zum einen ist es so, dass es nicht umsonst Winter- und Sommerreifen gibt. Die Pneus sind nämlich an die jeweiligen Witterungsverhältnisse angepasst, sodass im Winter aufgrund einer weicheren Mischung und anderen Rillen ein deutlich besserer Grip erzeugt wird. Lässt man die Räder auch für die heiße Jahreszeit drauf, dann zeigt sich das in einem spürbar schlechteren Fahrverhalten. Insbesondere der Bremsweg wird länger.

Zum anderen ist es bei einem Unfall so, dass die Versicherung die Zahlung des vollen Betrags verweigern kann. Das hängt natürlich immer vom Einzelfall ab, jedoch ist es eine wunderbare Vorlage, mit der sich Versicherungen viel Geld sparen. Es wird zum Beispiel damit argumentiert, dass man mit Sommerreifen früher zum Stehen gekommen wäre. Ist das Auto hingegen gestanden, dann trifft es logischerweise nicht zu.

Fazit

Winterreifen im Sommer sind erlaubt und nicht strafbar (sofern die Profiltiefe stimmt). Ratsam ist es aber nicht, denn es führt zu einem stärkeren Verschleiß der Reifen, der Spritverbrauch steigt und vor allem wird der Bremsweg länger. Noch ungemütlicher kann es bei einem Unfall werden, da es für Versicherungen immer eine gute Begründung ist, um nicht den ganzen Betrag zahlen zu müssen. Man tut sich unterm Strich also keinen Gefallen damit, wenn im Sommer mit den Winterreifen gefahren wird. Eine Alternative dazu sind Ganzjahresreifen, die – wie auch der Name schon sagt – das ganze Jahr montiert bleiben können. Wer wenig fährt, für den sind sie eine echte Option.

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