VW Passat B9: Top Leasing-Angebote
Der letzte seiner Art: Warum der VW Passat B9 der vielleicht beste Kombi der Welt ist
Es ist eine Zeitenwende. Jahrzehntelang lief der Passat im niedersächsischen Emden vom Band. Damit ist Schluss. Der neue Passat (B9) wird in Bratislava (Slowakei) gebaut – und zwar Seite an Seite mit seinem technischen Zwilling, dem Skoda Superb. VW hat das Angebot radikal zusammengestrichen: Die Limousine ist tot (diese Rolle übernimmt der elektrische ID.7). Den Passat B9 gibt es ausschließlich als Variant (Kombi). Das zeigt, wo der Fokus liegt: Auf maximalem Nutzwert für Vertreter, Familien und Vielfahrer.
Das Design: Aerodynamik vor Kante
Wer den kantigen Vorgänger (B8) mochte, muss sich umgewöhnen.
- Die Optik: Der B9 ist rundgelutschter. Der Grill ist schmal, die Luft wird (wie bei den ID-Modellen) eher unter der Stoßstange angesaugt. Das sorgt für einen extrem guten cW-Wert (0,25), was den Verbrauch senkt und die Windgeräusche minimiert.
- Die Größe: Er ist gewaltig gewachsen. Mit 4,92 Metern Länge (+14 cm!) klopft er an die Oberklasse an. Das spürt man im Fond: Die Beinfreiheit ist gigantisch, fast auf dem Niveau einer S-Klasse mit langem Radstand.
- Der Kofferraum: Mit 690 bis 1.920 Litern schluckt er alles weg. Er ist einer der größten Lademeister auf dem Markt.
Innenraum: Die Wiedergutmachung
Nach dem Desaster mit der Bedienung im Golf 8 und ID.3 stand VW unter Druck. Der Passat B9 macht vieles wieder gut.
- MIB4: Das neue Infotainment-System (serienmäßig 12,9 Zoll, optional riesige 15 Zoll) läuft flüssig und stabil. Die Menüstruktur ist logischer.
- Beleuchtung: Endlich sind die „Slider“ für Temperatur und Lautstärke unter dem Bildschirm beleuchtet. Man findet sie auch nachts.
- Der Wählhebel: Der Schalthebel für das DSG ist an die Lenksäule gewandert (rechter Hebel). Das schafft in der Mittelkonsole Platz für riesige Becherhalter und induktive Ladeschalen.
- Der Vergleich zu Skoda: Hier muss der Passat Federn lassen. Während der Skoda Superb die genialen „Smart Dials“ (Drehregler) hat, setzt der Passat fast komplett auf Touch. Das sieht „cleaner“ aus, ist aber während der Fahrt fummeliger zu bedienen.
Fahrwerk: Das Sänften-Gefühl (DCC Pro)
Das technische Highlight ist das neue, optionale Fahrwerk DCC Pro.
- Die Technik: VW nutzt hier erstmals Dämpfer mit zwei Ventilen. Die Zug- und Druckstufe (Einfedern und Ausfedern) können getrennt voneinander geregelt werden – in Millisekunden.
- Das Ergebnis: Der Passat bügelt schlechte Straßen weg wie ein Luftkissenfahrzeug, wankt aber in Kurven kaum. Der Komfort-Gewinn gegenüber dem Vorgänger ist massiv. Für Vielfahrer ist das DCC Pro ein Pflicht-Kreuzchen auf der Bestellliste.
Die Antriebe: Diesel und der „Steuer-Hybrid“
VW weiß, dass dieses Auto Kilometer fressen muss.
- Der Diesel (TDI): Immer noch der König der Autobahn. Der 2.0 TDI (122, 150 oder 193 PS) schafft locker 1.000 bis 1.200 km Reichweite am Stück. Der 193-PS-Diesel kommt immer mit Allrad (4Motion).
- eHybrid (Plug-in-Hybrid): Der Dienstwagen-Liebling (wegen der 0,5%-Versteuerung).
- Neu: Statt des alten 1.4 TSI arbeitet nun der moderne 1.5 TSI mit dem E-Motor zusammen.
- Reichweite: Dank einer 19,7-kWh-Batterie (netto) sind nun echte 100 km elektrisch möglich.
- Laden: Endlich kann der Hybrid schnellladen (50 kW DC). Während des Supermarkt-Einkaufs wird der Akku voll. Das macht den Hybrid endlich alltagstauglich, auch ohne Wallbox zuhause.
Fazit: Die „Business Class“
Der VW Passat B9 ist keine Revolution, er ist Perfektion im Detail. Er ist leiser, größer und komfortabler als je zuvor. Er hat jedoch zwei Probleme:
- Der Preis: Ein gut ausgestatteter Passat (z.B. R-Line) kostet schnell über 60.000 Euro.
- Der Bruder: Der Skoda Superb bietet die gleiche Technik, noch etwas mehr Platz und die bessere Bedienung (Drehregler) – oft für etwas weniger Geld. Dennoch: Wer das Maximum an Langstreckenkomfort und das prestigeträchtigere Logo sucht, bekommt mit dem B9 den vielleicht ausgereiftesten Kombi, den man aktuell kaufen kann.