Renault 5: Top Leasing-Angebote
Die Ikone kehrt zurück: Warum der Renault 5 E-Tech mehr als nur ein Zoe-Nachfolger ist
Es ist selten, dass ein Concept Car fast unverändert in Serie geht. Beim neuen Renault 5 ist genau das passiert. Er ersetzt den in die Jahre gekommenen Bestseller Renault Zoe und hat eine klare Mission: Er soll Elektroautos vom Image des „vernünftigen Verzichts“ befreien und zum begehrten Lifestyle-Objekt machen. Wo der VW ID.2 noch auf sich warten lässt, steht der Franzose schon bereit – mit einem Design, das Herzen schmelzen lässt, und Technik, die den Geldbeutel schonen soll.
Das Design: Retro-Futurismus in Perfektion
Der R5 ist eine Hommage an das Original von 1972, aber clever in die Neuzeit übersetzt.
- Der „Lufteinlass“: Wo beim alten Verbrenner-R5 der Lufteinlass auf der Motorhaube saß, befindet sich heute eine Ladestandsanzeige in Form der Zahl „5“. Sie leuchtet auf, wenn sich der Fahrer dem Auto nähert – ein charmantes Gimmick.
- Die Licht-Signatur: Die Frontscheinwerfer zwinkern dem Fahrer beim Entriegeln zu („Pupillen“-Effekt). Die vertikalen Rückleuchten sind direkt in die Flanke integriert und sorgen für einen breiten, satten Stand.
- Die Farben: Renault bietet knallige Lackierungen (Pop Yellow, Green) serienmäßig an, statt wie andere Hersteller für alles außer Weiß Aufpreis zu verlangen.
Die Technik: AmpR Small und V2G
Unter dem schicken Blech steckt die neue Plattform AmpR Small (ehemals CMF-B EV). Sie teilt sich viele Teile mit dem Clio, was die Kosten drückt. Doch das eigentliche Highlight ist das Energiemanagement.
- Vehicle-to-Grid (V2G): Der Renault 5 ist eines der ersten Autos in dieser Klasse, das Strom nicht nur laden, sondern auch ins Netz zurückspeisen kann. In Kombination mit einem speziellen Stromtarif (und der Mobilize-Wallbox) kann das Auto bei hohen Strompreisen Energie verkaufen und bei niedrigen Preisen laden. Das senkt die Unterhaltskosten massiv.
- Laden: AC-Laden mit 11 kW ist Standard. DC-Schnellladen geht mit bis zu 100 kW (bei der großen Batterie). Das reicht, um in 30 Minuten von 15 auf 80 % zu kommen.
Innenraum: Baguette und Google
Im Cockpit mischt Renault Jeans-Stoff (aus recycelten PET-Flaschen) mit High-Tech.
- OpenR Link: Das Infotainment-System basiert auf Google Android Automotive. Das bedeutet: Google Maps mit perfekter Ladeplanung ist nativ integriert. Es läuft flüssig und ist dem System vieler Konkurrenten (z.B. Stellantis oder VW) überlegen.
- Reno: Ein neuer, KI-gestützter Sprachassistent in Avatar-Form soll bei Fragen helfen („Hey Reno, wie lade ich das Auto?“).
- Das französischste Extra aller Zeiten: Auf der Beifahrerseite gibt es optional einen geflochtenen Weidenkorb, der speziell als Halter für ein Baguette designt wurde. Kein Scherz.
Antriebe und Batterien: Stadt oder Land?
Renault bietet zwei Batteriegrößen an, wobei zum Marktstart oft erst die große verfügbar ist.
- Urban Range (40 kWh): Ca. 300 km Reichweite (WLTP). Kombiniert mit 95 oder 120 PS. Das ideale Stadtauto und der Preisbrecher.
- Comfort Range (52 kWh): Ca. 400 km Reichweite (WLTP). Kombiniert mit 150 PS. Damit wird der R5 zum vollwertigen Erstwagen für kleine Haushalte. Mit unter 1.500 kg Leergewicht ist er für ein E-Auto zudem erfreulich leicht, was den Fahrspaß erhöht.
Der Preis: Das 25.000-Euro-Versprechen
Renault hat offensiv mit einem Einstiegspreis von 25.000 Euro geworben.
- Die Realität: Dieser Preis gilt für die Basisversion mit kleinem Akku, die erst etwas später folgt. Die gut ausgestatteten Modelle mit großem Akku (52 kWh) zum Marktstart liegen eher bei 30.000 bis 33.000 Euro. Damit ist er kein Discounter-Schnäppchen wie ein Citroën ë-C3, aber deutlich günstiger als ein Mini Cooper E oder Fiat 500e.
Fazit: Der „Haben-Wollen“-Faktor
Der Renault 5 E-Tech Electric ist der vielleicht wichtigste Kleinwagen des Jahres. Er beweist, dass E-Autos nicht aussehen müssen wie rollende Eier oder aggressive Roboter. Er kombiniert Nostalgie mit modernster Google-Software und der cleveren V2G-Technik. Wer einen günstigen Pragmatiker sucht, kauft den Citroën ë-C3. Wer aber lächeln will, wenn er morgens die Garage öffnet, kauft den Renault 5.