Mini Cabrio F57: Top Leasing-Angebote
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Das Go-Kart für Sonnenanbeter: Warum das Mini Cabrio (F57) auch als Gebrauchter heiß begehrt bleibt
Es gibt Autos, die man mit dem Taschenrechner kauft, und es gibt Autos, die man mit dem Bauch kauft. Das Mini Cabrio der Baureihe F57 (gebaut von 2016 bis 2024/25) gehört definitiv zur zweiten Kategorie. Es ist objektiv betrachtet zu teuer, der Kofferraum ist ein Witz, und die Rücksitzbank dient eher als gepolsterte Ablage. Und doch: Es ist seit Jahren das meistverkaufte Cabrio in seinem Segment. Der F57 markiert den Höhepunkt der Verbrenner-Ära bei Mini – ausgereift, qualitativ hochwertig und mit einem Fahrspaß gesegnet, den die Konkurrenz (Fiat 500C oder Smart Cabrio) so nicht bieten kann.
Das Verdeck: Ein technisches Alleinstellungsmerkmal
Das Herzstück des F57 ist sein Stoffverdeck. Während andere Hersteller auf Blechdächer oder einfache Faltdächer setzten, verbaute Mini eine clevere Z-Faltung.
- Die Schiebedach-Funktion: Das ist das „Killer-Feature“. Der vordere Teil des Verdecks lässt sich stufenlos bis zu 40 Zentimeter nach hinten fahren – bei jedem Tempo. Man hat also ein Schiebedach, wenn man das Cabrio-Feeling nur „light“ möchte.
- Die Akustik: Das Verdeck öffnet und schließt vollelektrisch in 18 Sekunden (bis 30 km/h). Im geschlossenen Zustand ist es erstaunlich leise, aber die Sicht nach hinten ist durch die breite C-Säule des Verdecks katastrophal. Parksensoren und Rückfahrkamera sind hier Pflicht.
- Der „Always Open Timer“: Ein typisches Mini-Gimmick. Eine Uhr im Cockpit zählt die Minuten, die man offen gefahren ist. Sinnlos, aber kultig.
Fahrverhalten: Schwerer, aber immer noch zackig
Ein Cabrio ist durch die notwendigen Karosserieversteifungen immer schwerer als der geschlossene Bruder. Auch der F57 schleppt rund 100 Kilogramm mehr mit sich herum als der normale 3-Türer. Merkt man das? Im Grenzbereich ja. Im Alltag nein. Mini hat das Fahrwerk so abgestimmt, dass das berühmte „Go-Kart-Feeling“ erhalten bleibt. Die Lenkung ist direkt, das Einlenkverhalten zackig. Wer es sportlich mag, sollte zum Cooper S (178/192 PS) greifen. Der 2,0-Liter-Vierzylinder hat das Drehmoment, um das Mehrgewicht locker zu überspielen. Der kleine Dreizylinder im Mini Cooper (136 PS) ist quirlig und klingt kernig, muss aber für flottes Tempo mehr gedreht werden.
Innenraum und Facelifts: Worauf Käufer achten müssen
Der F57 wurde über seine lange Bauzeit stetig modernisiert. Für Gebrauchtwagenkäufer sind zwei Termine wichtig:
- Das Facelift 2018 (LCI 1): Hier kamen die berühmten Union-Jack-Heckleuchten. Für viele Fans ein absolutes Muss für den Werterhalt. Zudem hielt das neue Markenlogo Einzug.
- Das Facelift 2021 (LCI 2): Zu erkennen am großen, schwarzen Rahmen um den Kühlergrill (der „Bart“) und dem serienmäßigen digitalen Tacho (der allerdings nur ein kleines Display in einer analogen Form ist). Auch das „Multitone Roof“ (Verdeck mit Farbverlauf) wurde eingeführt.
Der Nutzwert: Die „Easy-Load“-Lösung
Wer mit dem Mini Cabrio verreisen will, muss Tetris spielen können.
- Kofferraum: 160 Liter bei offenem Dach, 215 Liter bei geschlossenem. Das reicht für zwei Handgepäck-Koffer und eine weiche Tasche.
- Easy-Load: Um sperrige Gegenstände durch die winzige Ladeluke zu bekommen, kann man bei geschlossenem Verdeck zwei Hebel im Kofferraum umlegen und den unteren Rahmen des Verdecks leicht anheben. Das vergrößert die Öffnung – eine fummelige, aber rettende Lösung.
Sondermodell: Der elektrische Exot
Kurz vor Ende der Laufzeit brachte Mini den Cooper SE Cabrio als limitierte Kleinserie. Es war das erste vollelektrische Cabrio der Welt in Serie.
- Das Problem: Die Reichweite lag real oft nur bei 150 Kilometern, und der Preis war astronomisch (rund 60.000 Euro). Ein reines Sammlerstück für die Stadt.
Fazit: Ein kommender Klassiker
Der Mini F57 ist solide BMW-Technik in einem britischen Maßanzug. Er ist wertstabiler als fast jedes andere Auto in dieser Klasse. Wer einen gepflegten Cooper S mit Union-Jack-Leuchten und guter Ausstattung (z.B. „Chili“-Paket) kauft, verbrennt kaum Geld. Der Nachfolger (F67) steht zwar schon in den Startlöchern, ist aber im Grunde nur ein stark überarbeiteter F57 mit neuerer Optik. Das macht den „alten“ F57 nicht schlechter – für viele Puristen, die echte Schalter und Tasten mögen, ist er sogar die bessere Wahl.