MG5: Top Leasing-Angebote
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Der Kombi-Pionier: Warum der MG5 Electric konkurrenzlos und doch ein Kompromiss ist
Deutschland ist Kombi-Land. Doch während sich VW, Opel und Co. jahrelang darauf konzentrierten, elektrische SUVs auf den Markt zu werfen, klaffte im Segment der praktischen Familienlaster eine riesige Lücke. Genau in diese preschte MG mit dem MG5 Electric. Er war der weltweit erste rein elektrische Kombi – und lange Zeit auch der einzige bezahlbare. Auch heute, wo Konkurrenten wie der Opel Astra Sports Tourer Electric oder der Peugeot e-308 SW nachziehen, bleibt der MG5 der Preisbrecher. Doch man merkt ihm an, dass er technisch eine Generation hinter seinem kleinen Bruder MG4 liegt.
Das Konzept: Pragmatismus statt Show
Der MG5 versucht nicht, wie ein Raumschiff auszusehen. Er ist ein Auto für Menschen, die einfach nur ein Auto wollen.
- Die Optik: Nach dem Facelift (2022) wirkt die Front ohne Kühlergrill deutlich moderner und reiht sich optisch besser in die Familie ein. Die Silhouette bleibt aber klassisch bieder – ein typischer Kombi eben.
- Der Nutzwert: Der Kofferraum fasst 479 bis 1.367 Liter. Das ist ordentlich, aber kein Raumwunder. Ein VW Golf Variant schluckt deutlich mehr. Der Grund: Die Batterien im Unterboden erhöhen den Ladeboden. Dennoch ist die Form des Gepäckraums gut nutzbar, und die Ladekante ist angenehm niedrig – ein Vorteil gegenüber jedem SUV.
Das Batterie-Paradoxon: Weniger ist mehr?
Beim Antrieb leistet sich MG eine Kuriosität, die Käufer genau studieren sollten. Es gibt zwei Varianten, die sich technisch stark unterscheiden:
- Standard Range (Der LFP-Tipp):
- Nutzt einen LFP-Akku (50,3 kWh). Dieser ist robuster, langlebiger und kann bedenkenlos auf 100 % geladen werden.
- Kurioserweise ist dies das stärkere Modell mit 177 PS.
- Reichweite: ca. 320 km (WLTP).
- Long Range (Der NMC-Läufer):
- Nutzt einen NMC-Akku (61,1 kWh) für mehr Energiedichte.
- Hat mit 156 PS weniger Leistung als das Basismodell (um Reichweite zu schonen).
- Reichweite: ca. 400 km (WLTP).
Für den typischen Pendler oder Handwerker ist die günstige „Standard Range“-Version mit der robusten LFP-Chemie oft die klügere Wahl.
Die Achillesferse: Alte Technikbasis
Während der MG4 auf der hochmodernen MSP-Plattform steht, basiert der MG5 noch auf einer umgebauten Verbrenner-Plattform. Das hat Konsequenzen:
- Antrieb: Er zieht über die Vorderräder (Frontantrieb). Bei Nässe und vollem Strompedal scharren die Reifen gerne mal hilflos nach Traktion – ein Problem, das der heckgetriebene MG4 nicht kennt.
- Laden: An der Schnellladesäule (DC) schafft er maximal 87 kW. Das ist okay, aber nicht mehr zeitgemäß. Der Stopp von 5 auf 80 % dauert gut 40 Minuten.
- Anhängelast: Hier enttäuscht der Kombi viele Deutsche. Mit 500 kg Anhängelast und 50 kg Stützlast ist er für Wohnwagen völlig ungeeignet. Gerade mal ein kleiner Baumarkt-Anhänger oder ein Fahrradträger (für 2 E-Bikes wird es bei 50 kg Stützlast schon eng!) ist drin.
Innenraum und Software
Das Cockpit ist solide und funktional. Das Infotainment-System ist besser als in den frühen MG-Modellen, reagiert aber manchmal etwas träge. Ein großes Plus ist die V2L-Funktion (Vehicle-to-Load), die serienmäßig an Bord ist. Man kann vorne am Ladeport einen Adapter einstecken und hat eine normale Steckdose, um beim Camping den Elektrogrill zu betreiben oder das E-Bike aufzuladen.
Fazit: Der Vernunft-Sieger
Der MG5 Electric ist kein Auto, das Emotionen weckt. Er ist ein Werkzeug. Wer einen elektrischen Kombi sucht und nicht bereit ist, die Premium-Preise von Opel oder BMW zu zahlen, kommt am MG5 nicht vorbei. Er bietet viel Auto fürs Geld, 7 Jahre Garantie und eine solide Verarbeitung. Wer jedoch auf den großen Kofferraum verzichten kann, sollte zum MG4 schielen: Der ist moderner, lädt schneller, fährt sportlicher und ist oft sogar günstiger.