MG Marvel R: Top Leasing-Angebote
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Der unterschätzte Schönling: Warum der MG Marvel R mehr sein will als nur ein „China-Schnäppchen“
Wer an MG denkt, hat oft noch die günstigen Einsteiger-Modelle wie den MG ZS oder den pragmatischen MG4 im Kopf. Der Marvel R ist anders. Er ist der Versuch des Mutterkonzerns SAIC, zu zeigen: „Wir können auch Premium.“ Positioniert als Lifestyle-SUV im Segment des VW ID.4 oder Skoda Enyaq, setzt der Marvel R weniger auf maximale Effizienz, sondern auf Design, Materialien und eine für diese Preisklasse ungewöhnliche Antriebstechnik. Doch man merkt ihm an, dass er technisch „zwischen den Welten“ steht.
Das Design: Ein Bildschirm wie ein Tablet
Schon beim Einsteigen wird klar, wen MG hier im Visier hat: Tesla und die deutschen Premium-Hersteller.
- Der Innenraum: Dominiert wird das Cockpit von einem gewaltigen 19,4-Zoll-Touchscreen, der schräg in der Mittelkonsole schwebt. Er steuert fast alles – von der Klimaanlage bis zum Navi. Die Materialanmutung (viel Leder, Soft-Touch-Oberflächen, solide Verarbeitung) liegt spürbar über dem Niveau eines VW ID.4.
- Die Optik: Mit den versenkbaren Türgriffen, der durchgehenden Lichtleiste am Heck und der X-förmigen Front wirkt das Auto futuristisch und eigenständig.
Der Antrieb: Drei Motoren und ein Porsche-Trick
Technisch leistet sich der Marvel R in der „Performance“-Variante eine Besonderheit, die man sonst fast nur von Audi (e-tron S) kennt:
- Tri-Motor-Setup: Er hat einen E-Motor vorne und zwei E-Motoren an der Hinterachse. Das ergibt eine Systemleistung von 288 PS (212 kW) und beachtliche 665 Nm Drehmoment.
- Das Getriebe: An der Hinterachse arbeitet ein 2-Gang-Getriebe. Diese Technik nutzt sonst fast nur der Porsche Taycan. Der erste Gang sorgt für brachialen Antritt (4,9 Sekunden auf 100 km/h), der zweite für Effizienz bei höheren Geschwindigkeiten.
- Fahrverhalten: Der Marvel R ist eher komfortabel als sportlich abgestimmt, trotz der Leistung. Das Fahrwerk ist weich, filtert Bodenwellen gut weg, neigt aber in schnellen Kurven zum Wanken.
Die Achillesferse: Alte Plattform, langsames Laden
Hier zeigt sich das größte Problem des Marvel R. Er basiert nicht auf der neuen, hochmodernen MSP-Plattform (wie der günstigere MG4), sondern ist eigentlich ein umgelabelter „Roewe Marvel X“, der in China schon länger auf dem Markt ist.
- Ladeleistung: Das ist der Knackpunkt. An der Schnellladesäule (DC) schafft er maximal gut 90 kW. Das ist für das Jahr 2025 nicht mehr zeitgemäß. Ein Hyundai Ioniq 5 lädt mehr als doppelt so schnell. Eine Ladung von 10 auf 80 % dauert gut 40 Minuten.
- Ladeplanung: Das Navigationssystem plant Ladestopps oft nicht so intelligent wie die Konkurrenz, und eine automatische Vorkonditionierung des Akkus (Vorwärmen für schnelleres Laden) fehlte lange bzw. ist umständlich zu managen.
- Frunk: Einen vorderen Kofferraum gibt es nur beim Hecktriebler. Wählt man das Allrad-Performance-Modell, sitzt vorne der dritte Motor – und das Ladekabel muss in den (mit 357 Litern recht kleinen) Kofferraum.
Ausstattung: Volle Hütte ab Werk
MG spielt hier seine typische Karte aus: Der Preis beinhaltet fast alles. Panoramadach, elektrische Heckklappe, Wärmepumpe, Bose-Soundsystem und belüftete Sitze sind in der höchsten Ausstattungslinie oft Standard. Bei deutschen Herstellern müsste man für diese Extras Tausende Euro Aufpreis zahlen. Zudem bietet MG die V2L-Funktion (Vehicle-to-Load), mit der man externe Geräte (z.B. einen Laptop oder Elektrogrill) am Auto laden kann.
Fazit: Luxus für die Kurzstrecke
Der MG Marvel R ist ein faszinierendes Auto. Er bietet im Innenraum ein Ambiente, das teurer wirkt, als der Wagen ist. Er fährt sich souverän und sieht gut aus. Aber er ist ein „Auslaufmodell“ im Geiste. Sein kleinerer, modernerer Bruder (MG4) lädt schneller und fährt effizienter. Der Marvel R ist daher die ideale Wahl für Genießer, die ein komfortables, gut ausgestattetes Auto für den Alltag suchen und nur selten Langstrecke fahren – und denen Haptik wichtiger ist als die letzte Kilowattstunde Ladegeschwindigkeit.