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Maxus auf der Überholspur: Wie Chinas Transporter-Spezialist Europa elektrifiziert
Köln/Shanghai – Wer auf deutschen Straßen genau hinsieht, entdeckt sie immer häufiger: Transporter mit dem markanten „Maxus“-Schriftzug am Heck. Hinter der Marke, die hierzulande noch als Geheimtipp gilt, steht mit SAIC Motor (Shanghai Automotive Industry Corporation) einer der größten Automobilkonzerne der Welt. Mit einer konsequenten Ausrichtung auf Elektromobilität im Nutzfahrzeugsektor schickt sich der Hersteller an, etablierten Platzhirschen wie VW oder Mercedes Marktanteile abzujagen.
Britische Wurzeln, chinesische Technik
Die DNA der Marke ist europäischer, als es auf den ersten Blick scheint. Der Name Maxus geht auf eine Modellreihe des traditionsreichen britischen Herstellers LDV (Leyland DAF Vans) zurück. Nach dessen Insolvenz sicherte sich SAIC im Jahr 2010 die Rechte und das technische Know-how.
Was als Rettung einer britischen Traditionsmarke begann, wurde zu einer globalen Neuausrichtung. SAIC nutzte die Basis, um eine völlig neue Generation von Fahrzeugen zu entwickeln, die zwar in China produziert werden, aber qualitativ und sicherheitstechnisch auf westliche Märkte zielen. In Deutschland übernimmt die Maxomotive Deutschland GmbH (Teil der Astara-Gruppe) den Import und baut das Händlernetz sukzessive aus.
Die Nische als Erfolgsrezept
Während viele Hersteller versuchen, mit elektrischen PKWs den Massenmarkt zu erobern, wählte Maxus eine andere Strategie: den Angriff über die „Letzte Meile“.
- Der eDeliver 3: Als rein elektrisch konzipierter Stadtlieferwagen besetzt er eine Nische, in der viele Konkurrenten nur umgebaute Verbrenner anbieten.
- Der eDeliver 9: In der 3,5-Tonnen-Klasse bietet er Flottenbetreibern eine Alternative zum e-Sprinter, oft mit schnellerer Verfügbarkeit und aggressiverem Pricing.
„Die Verfügbarkeit ist aktuell unser größter Trumpf“, hört man oft aus Händlerkreisen. Während europäische OEMs mitunter lange Lieferzeiten haben, kann Maxus durch die riesigen Kapazitäten des Mutterkonzerns SAIC oft schneller liefern – ein entscheidender Faktor im gewerblichen Bereich.
Expansion ins Lifestyle-Segment
Doch Maxus will mehr als nur Pakete ausliefern. Mit dem T90 EV brachte die Marke den ersten nennenswerten elektrischen Pickup auf den deutschen Markt – lange bevor Ford oder VW entsprechende Modelle lieferten. Auch wenn der Heckantrieb für den harten Geländeeinsatz Grenzen setzt, zeigt das Modell den Mut zur Lücke.
Noch deutlicher wird der Anspruch mit dem MIFA 9: Der luxuriöse Elektro-Van zielt direkt auf das VIP-Shuttle-Segment und Familien, die bisher fast zwangsläufig zur V-Klasse oder dem VW Multivan griffen.
Fazit und Ausblick
Maxus hat die Phase des „Billig-Anbieters“ übersprungen und positioniert sich selbstbewusst über Technik und Ausstattung. Die Herausforderung für die nächsten Jahre wird sein, das Händlernetz in der Fläche so dicht zu weben, dass auch konservative Gewerbekunden den Wechsel wagen. Technologisch hat die Marke mit der Rückendeckung von SAIC jedoch längst bewiesen, dass sie gekommen ist, um zu bleiben.