Der BYD Tang: Der Familien-Drache

Der BYD Tang ist das große Flaggschiff der europäischen Modellpalette von BYD. Als imposantes SUV mit serienmäßig sieben Sitzen zielt er direkt auf große Familien. Dabei kombiniert er ein sehr selbstbewusstes Design mit enormem Platzangebot. Sein Name ist übrigens keine zufällige Buchstabenfolge, sondern eine Hommage an die Tang-Dynastie, die als eines der goldenen Zeitalter der chinesischen Kultur gilt.

Historie und Konzept

Der Tang hat eine Schlüsselfunktion in der Geschichte von BYD. Er war nämlich das erste Modell, das die Marke nach Europa brachte – den Anfang machte Norwegen im Jahr 2021. In China gibt es das Fahrzeug schon länger, dort auch als extrem starken Plug-in-Hybrid (DM-p). Für den europäischen Markt wurde der Tang jedoch konsequent als reines Elektroauto positioniert. Im Jahr 2024 erhielt das SUV ein umfassendes Facelift. Dabei wurde nicht nur die Frontpartie geglättet („Dragon Face“-Design), sondern vor allem die Technik unter dem Blech massiv modernisiert. Damit reagierte BYD auf Kritik an der Reichweite und Ladegeschwindigkeit des Vorgängers. Im Innenraum bietet er Premium-Ambiente mit gestepptem Leder und dem markentypischen, drehbaren Riesen-Display.

Motorisierung und Antrieb

Technisch klotzt der Tang, statt zu kleckern. Er ist ausschließlich als leistungsstarker Allradler erhältlich.

  • Leistung: Zwei Elektromotoren liefern eine Systemleistung von 380 kW (517 PS). Trotz seines hohen Gewichts und der Größe sprintet der Siebensitzer in nur 4,9 Sekunden auf 100 km/h. Die Brembo-Bremsanlage sorgt dafür, dass die Fuhre auch sicher wieder zum Stehen kommt.
  • Batterie & Reichweite: Das Herzstück des Facelifts ist die neue, riesige Blade-Batterie mit 108,8 kWh Kapazität. Dadurch stieg die Reichweite deutlich auf bis zu 530 Kilometer (WLTP). Die vorherige Version hatte nur rund 86 kWh und musste öfter an die Steckdose.

Auch beim Laden hat BYD nachgebessert: An Schnellladesäulen zieht der Tang nun mit bis zu 170 kW. So dauert die Ladung von 30 auf 80 Prozent rund 30 Minuten. Zudem beherrscht er endlich das dreiphasige AC-Laden mit 11 kW, was das Aufladen an der heimischen Wallbox oder städtischen Säulen erheblich beschleunigt.