BMW 6er G32: Top Leasing-Angebote
Der BMW 6er Gran Turismo (G32): Der missverstandene Reisemeister
Der BMW 6er Gran Turismo, kurz 6er GT, ist ein Auto, das sich schwer in eine Schublade stecken lässt. Er kombiniert den Luxus der 7er-Limousine mit der Heckklappe eines Kombis und der Dachlinie eines Coupés. Er gilt als eines der komfortabelsten Reisefahrzeuge, die BMW je gebaut hat. Dennoch blieb er immer ein Nischenmodell für Kenner, die keinen SUV wollten, aber viel Platz brauchten.
Historie und Konzept
Der G32 kam im Herbst 2017 auf den Markt. Er trat die Nachfolge des optisch oft kritisierten 5er Gran Turismo (F07) an. Um den gewachsenen Anspruch an Prestige zu unterstreichen, beförderte BMW das Modell von der 5er- in die 6er-Reihe. Technisch ist er ein faszinierender Zwitter: Er nutzt die Bodengruppe des 7ers, was ihm einen riesigen Radstand und königliche Beinfreiheit im Fond beschert. Im Vergleich zum klobigen Vorgänger wurde der G32 deutlich flacher und eleganter gezeichnet. Ein besonderes Merkmal ist der aktive Heckspoiler. Dieser fährt bei Geschwindigkeiten über 120 km/h automatisch aus, um den Anpressdruck zu erhöhen. Im Jahr 2023 lief die Produktion schließlich aus, ohne dass ein direkter Nachfolger präsentiert wurde. Das SUV-Segment hatte dem großen Fließheck den Rang abgelaufen.
Motorisierung und Antrieb
Da der 6er GT als Langstreckengleiter konzipiert war, verzichtete BMW auf echte M-Sportmodelle. Stattdessen lag der Fokus auf Souveränität und Laufkultur. Serienmäßig verfügte jeder 6er GT über eine Luftfederung an der Hinterachse, was den Fahrkomfort massiv steigerte.
- Die Benziner: Den Einstieg bildete der 630i. Hier arbeitete ein 2,0-Liter-Vierzylinder mit 190 kW (258 PS). Obwohl dieser Motor solide war, griffen viele Kunden lieber zum 640i. Dessen Reihensechszylinder mit 250 kW (340 PS) passte mit seiner Seidenweichheit deutlich besser zum luxuriösen Charakter des Wagens.
- Die Diesel: In Europa waren die Selbstzünder die erste Wahl. Besonders beliebt war der 630d mit 195 kW (265 PS). Er bot Kraft im Überfluss bei niedrigen Verbräuchen. Die Spitze markierte der 640d mit 235 kW (320 PS) und enormem Drehmoment.
Die Kraftübertragung übernahm stets die exzellente 8-Gang-Steptronic. Während die schwächeren Motoren Hinterradantrieb hatten, waren die starken Varianten meist serienmäßig mit dem Allradantrieb xDrive ausgerüstet.