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Klimaanlage: Verbraucht sie mehr Sprit?

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Klimaanlagen sorgen im Auto auch bei hohen oder niedrigen Außentemperaturen für ein angenehmes Klima, weshalb man auf sie ungern verzichten möchte. Interessant dabei ist der erhöhte Kraftstoffverbrauch bei Betrieb einer Klimaanlage. Dieser hängt auch nicht nur vom verbauten System, sondern auch von ein paar weiteren Dingen ab. Welche das sind und was dabei noch beachtet werden sollte, ist Inhalt dieses Ratgebers.

Mittelkonsole Benz/Klimaanlage
Mittelkonsole Benz/Klimaanlage, Bild: pixabay

Spritverbrauch bei den unterschiedlichen Gerätevarianten

Vollautomatisierte Klimaanlagen verbrauchen am wenigsten Sprit. Deutlich weniger als halbautomatische oder manuelle Klimaanlagen. „Vollautomatischer Betrieb“ mit wenig Kraftstoffverbrauch bedeutet hier, dass sich die Anlage im Auto-Modus befindet und die Innenraumtemperaturen selbstständig regelt. Je nach Außentemperatur ist eine Einstellung auf 21 bis 23 Grad sinnvoll. So kommen bei vollautomatischem Betrieb nur etwa 5 bis 6 Prozent Mehrkosten bei der Tankrechnung hinzu.

Halbautomatische Systeme verbrauchen schon etwas mehr Sprit. Bei ihnen muss man das Gebläse manuell einstellen. Halbautomatische Systeme sind jedoch auch in der Anschaffung günstiger.

Manuelle Systeme verbrauchen insbesondere im Stadtverkehr und im Leerlauf am meisten Kraftstoff. Zudem sind sie nicht so bedienerfreundlich. Bei einer manuellen Klimaanlage sollte darauf geachtet werden, dass die Luftverteilung auf die oberen Düsen eingestellt wird.

Durchschnittlicher Spritverbrauch bei Klimaanlagen im Auto

Im Vergleich zu früher, haben sich die Mehrkosten im Spritverbrauch durch geregelte Klimakompressoren deutlich reduziert. Laut ADAC liegt der durchschnittliche Mehrverbrauch heute bei rund 10 bis 15 Prozent. In der Stadt steigt der Verbrauch an auf satte 20 Prozent. Diese Werte gelten für ein Auto mit einem durchschnittlichen Normverbrauch von etwa 5 Liter pro 100 Kilometer.

Prinzipiell funktioniert eine Klimaanlage im Auto wie ein Kühlschrank oder wie die Klimaanlage einer Wohnung. Doch im Auto gibt es zusätzliche Methoden, die genutzt werden können, um den Innenraum zu kühlen. Zum Beispiel wenn vor Fahrtbeginn das Fenster geöffnet und gut durchgelüftet wird. Auch eine Wärmeschutzverglasung reduziert das Aufheizen im Auto.

Einflussfaktoren auf den Spritverbrauch der Klimaanlage

Wie viel Mehrkosten die Kühlung einer Klimaanlage beim Spritverbrauch in der Praxis letztendlich verursacht, hängt auch von folgenden Einflussfaktoren ab:

  • Fahrzeuggröße und damit zusammenhängende Größe des zu kühlenden Innenraums
  • Motorisierung
  • Technik der Klimaanlage insbesondere des Kältekompressors
  • Eingestellte Temperatur an der Klimaanlage
  • Fahrzeugbetrieb Stadt oder Langstrecke
  • Verglasung

4 Tipps um Sprit beim Kühlen mit Auto-Klimaanlage zu sparen

  • Vor Fahrt Fahrtbeginn das aufgeheizte Fahrzeug gut lüften. Dabei Türen und Schiebedach ebenso öffnen. Danach Fenster, Schiebedach und Türen wieder schließen.
  • Falls ein Glasdach verbaut ist: Dessen Abschattung nutzen.
  • Die Luftaustrittsdüsen öffnen und so einstellen, dass der Luftstrom über die Schultern der vorderen Personen geblasen wird.
  • Klimaanlage in den Auto-Betrieb stellen und die Temperatur nicht zu kühl wählen. Optimal ist zwischen 21 und 23 ° C.

Klimaanlage warten: Das beachten

Service-Firmen empfehlen aufgrund möglicher teurer Folgeschäden durch Kältemittelverlust, eine Wartung der Klimaanlage in der Regel alle 2 Jahre durchführen zu lassen. Die meisten Autohersteller geben bei den Klimaanlagen ihrer Fahrzeuge dennoch komplette Wartungsfreiheit an.

Was man jedoch regelmäßig vornehmen sollte, ist eine Reinigung der Klimaanlage mit einem entsprechenden Schaum oder Spray, was der Geruchsbildung aufgrund einer Ansammlung von Bakterien und Pilzen vorbeugt. Hier ist es außerdem ratsam, die Klimaanlage auch bei kühlem Wetter alle paar Wochen für mindestens zehn Minuten einzuschalten. So wird das System vorsorglich geschmiert und Verunreinigungen durch das Kondenswasser abgewaschen.

Im Laufe der Zeit reduziert sich die Kühlsubstanz von Klimaanlagen. Dadurch lässt auch die Kühlleistung entsprechend ab. Bei einer Inspektion wird in der Regel übrigens keine Beurteilung der Kühlleistung und des Kältemittel-Füllstandes vorgenommen. Das kann im Rahmen eines effektiven Funktionstests geschehen.

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