Wieviel kostet es, im Jahre 2020 ein Gamer zu sein?

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Ob nach einem Video im Netz, einem Newsartikel oder durch Langeweile, jeder stößt früher oder später auf das Thema Gaming. Manche fühlen sich nach dem Erscheinen eines Artikels über den Sieg eines eSport Teams inspiriert, selbst ebenfalls zum Gamer zu werden. Doch nicht nur muss man zeitlich einiges investieren, sondern das Vorhaben erfordert zunächst das richtige Gaming-Equipment. Auch wenn man nicht sofort zu einem Finalspiel bei League of Legends darf, muss sowieso erst einmal der PC und alles drum und dran angeschafft werden. Da kommt ganz automatisch die Frage auf, wie viel Geld das wohl kosten mag. Ist Gaming ein teures Hobby? Wir finden es heraus.

Lohnt sich eine Spielekonsole mehr als ein PC?

Nachdem die Entscheidung gefallen ist, dass Gaming zum neuen Hobby auserkoren werden soll, muss der nächste Schritt gemacht werden. Jetzt steht man aber vor der Qual der Wahl: Konsole oder PC? Da trennen sich die Gruppen, denn bei dieser Grundsatzfrage kommt es darauf an, welche Art Gamer man sein möchte. Konsolen wie die PlayStation 4 Pro oder die Xbox One X sind All-in-one Pakete, in denen nur noch die Spiele fehlen. Für viele Spiele und eSports bietet ein normaler Controller allerdings nicht die gleiche Kontrolle, die Maus und Tastatur mit sich bringen. Trotzdem, bei einer Konsole wird garantiert, dass alle Spiele auf flüssigen 60 FPS laufen und die Grafik trotzdem gut aussieht. Dafür muss der zukünftige Gamer circa 400 Euro zahlen. Ist das günstiger, als die Investition in einen PC? Wir sehen weiter.

So viel kosten die Spiele

Natürlich sollten beim Kauf einer Konsole oder eines Computersystems die Spiele gleich mitgerechnet werden. Wer mag es schließlich, seinen Traum-PC zu besitzen, nur um dann zu sehen, dass die drei Lieblingsspiele insgesamt weitere 200 Euro kosten? Wir nicht. Wir wollen daher einmal erwähnen, dass nicht jeder Gamer Geld für Spiele ausgeben muss. Ja, ganz richtig! Viele eSports sowie andere Games sind vollkommen kostenlos, Mikrotransaktionen ausgenommen. Beispielsweise können League of Legends, Heroes of the Storm, CS:GO, Fortnite und Apex Legends vollkommen kostenlos gespielt werden. Für die andere Sorte Gamer gibt es auch Slotautomaten, welche ebenfalls im Casino, kostenlos im Demomodus genutzt werden können. Die Kehrseite: ohne Echtgeld sind Freispiele, Bonusspiele und andere Gewinne vollkommen ohne realen Einfluss auf den Kontostand. Ansonsten können Spiele alle möglichen Preise haben, von einem Euro bis hin zu 60. Die Gamer, die eSports wie Overwatch spielen möchten, sollten sich etwa 20 Euro zur Seite legen.

So viel kostet die Hardware

Wir sprechen hier von der Hardware eines PCs, dazu alle absolut wichtigen Accessoires. Clevere Sparfüchse könnten sich mit einem Low-End 300 Euro Gaming PC zufrieden geben, welcher zwar nicht alle Bildeinstellungen auf „Sehr Hoch“ unterstützen wird, aber reichen sollte, um alle relevanten Games flüssig spielen zu können. Wir empfehlen allerdings, einen Computer für etwa 600 Euro zu kaufen, da zwischen Grafikkarten und CPUs auf diesem Preisniveau Welten Unterschiede liegen. Wirkliche High-End PCs liegen übrigens bei zwischen 1000 und 3000 Euro. Der PC allein bringt dem Gamer aber noch nicht den gewünschten Effekt, schließlich kann er die Games damit weder sehen, noch kontrollieren. Ein guter Bildschirm mit mindestens 1080×1920 Pixeln muss her, denn auf niedrigeren Auflösungen lassen sich eSports kaum spielen. Gute Farbe und Bildlatenz sollte er möglichst auch haben. Unserer Erfahrung nach sollte man keine Monitore unter 100 Euro kaufen. Zuletzt fehlen noch Maus und Tastatur, welche für einen neuen Gamer relativ willkürlich gewählt werden können.

Andere Gaming-Peripherals und PC-Upgrades

Hier möchten wir über andere Peripherals und Upgrades sprechen, welche die Qualität des professionellen Spielens deutlich erhöhen können. Ein gutes Beispiel behandelt die eben erwähnte spezielle Maus und Tastatur. Diese können natürlich Billigware sein, jedoch empfehlen wir für ein besseres Erlebnis eine mechanische Tastatur und eine Gaming-Maus beispielsweise von Logitech mit möglich hohen DPI, da dies in den meisten Spielen von Vorteil ist. Zu haben gibt es Gaming-Tastaturen und Mäuse für jeweils ab 40 Euro beziehungsweise 25 Euro, in praktischen Sets gibt es diese oftmals auch zu kaufen. Eine gute Mausmatte ist auch ziemlich wichtig. Für Teamgames oder Shooter ist ein Gaming Headset zu empfehlen, das es auch schon ab 10 Euro gibt. Ein guter Office-Stuhl oder wahlweise ein Gaming-Stuhl ist förderlich für die richtige Sitzhaltung, aber wenn man auf seinen Rücken und seine Arme und Hände achtet, kann man auch ohne auskommen. Schließlich können auch Upgrades an der Grafikkarte oder RAM das Spielerlebnis flüssiger und einfacher gestalten, jedoch sind erstere meistens ziemlich teuer.

An diesen Ecken kann gespart werden

Anstatt einer Gaming-Tastatur und Gamer-Maus können reguläre Tippgeräte und Office-Mäuse genutzt werden. Manchmal können auch Controller von Konsolen verwendet werden, um das Spielgeschehen zu steuern, was das Ganze ebenfalls preisgünstiger werden lässt. In manchen Fällen kann auch ein alter Fernseher als Bildschirm dienen, oder ein Bildschirm mit weniger als Full-HD Auflösung. Statt Bürostuhl kann auch mal der Fußhocker her. An diesem Punkt würden wir Stopp sagen, denn der Spielspaß könnte durch diese ganzen Downgrades gemindert sein und den Aufstieg zum Pro-Gamer schwieriger machen. Wir würden dann zur Spielekonsole raten, welche immer genau alles dabei hat, was für Gaming gebraucht wird. Zwar hatten wir weiter oben erwähnt, dass die neuesten Spielekonsolen etwa 400 Euro kosten, doch bei einem Kauf von einer PS4 statt der PS4 Pro können prinzipiell die gleichen Games gespielt werden, nur eben 100 Euro günstiger. Es gibt auch noch andere Optionen. Wir empfehlen aber keinesfalls, ein gebrauchtes Computersystem zu erwerben. Diese können nicht nur angeschlagen oder regelrecht kaputt sein, sondern in seltenen Fällen auch Computerviren in sich tragen.

Investiertes Geld wieder einholen?

Jetzt ist das System endlich da, fertig aufgebaut und die Spiele sind auch installiert. Und was nun? Wir würden an dieser Stelle einfach zu bedenken geben, dass eine Karriere als Profi Gamer selten zur Realität wird. Es gelingt nur ganz Wenigen, die Investition auch nur annähernd wieder „hineinzuspielen“. Darum können wir allen ambitionierten Gaming-Fans nur deutlich ans Herz legen: Trainieren, aber die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Der Weg ist das Ziel und der größte Lohn ist und bleibt der Spielspaß!

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