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Staubsauger-Hersteller Dyson baut Elektroautos

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Der britische Staubsauger-Hersteller Dyson steigt in die Entwicklung und Produktion von Elektroautos ein. In Singapur sollen 2,6 Milliarden US-Dollar für den Bau einer Elektroautofabrik investiert werden, im Jahr 2020 fertig sein und 2021 das erste Elektroauto die Fabrik verlassen, berichtete Bloomberg kürzlich.

Die Gründe für den Bau einer Elektroautofabrik in Singapur statt Großbritannien bestehen sind ein Freihandelsabkommen mit China und weil der chinesische Elektroautomarkt international das stärkste Wachstum zeigt. Singapur hat außerdem ein Freihandelsabkommen mit China geschlossen und gewährt Patenten, Technologien oder Designs einen besseren Schutz. Dyson produziert in dem asiatischen Tigerstaat schon Turbomotoren für seine Staubsauger und beschäftigt dort über 1.000 Mitarbeiter.

Asien – Wichtiger Markt für Dyson

Die Entscheidung für die Wahl des Produktionsstandorts sei Dyson-Vorstandschef Jim Rowan zufolge komplex. Zahlreiche Punkte, darunter Lieferketten oder die Verfügbarkeit von Wissenschaftlern und Ingenieuren mit hoher Qualifikaiton spielen eine zentrale Rolle.

Wie Firmengründer James Dyson berichtete, entwickle sich eindeutig Asien zu einem „Gravitationszentrum“ für sein weltweit aktives Unternehmen. Nach Berechnungen der Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg erzielt Dyson bereits 75 Prozent des Umsatzes im asiatischen Raum.

Welches Elektroauto wird gebaut?

Im britischen Hullavington Airfield, welches einst ein Luftwaffenstützpunkt war, arbeiten mehrere hunderte Techniker, Ingenieure und Forscher an der Entwicklung des ersten Dyson-Elektroautos. Drei Elektroautomodelle sollen einem Bericht der „Financial Times“ zufolge geplant sein.

Das erste Modell laufe dem Zeitungsbericht nach mit einem Lithium-Ionen-Akku, was der Errichtung einer Zuliefererkette und der Markterforschung diene. Die zwei anderen Elektroautomodelle sollen mit einem Feststoffakku fahren, der von Dyson selbst entwickelt wurde. Eines der Modelle soll im Hochpreissegment wie BMW, Tesla oder Audi angesiedelt sein. Zur Reichweite, Preisen und Ausstattung veröffentlichte der Konzern noch keine Informationen.

Die gleichen Fehler wie Tesla Motors dürfte der britische Staubsauger-Hersteller nicht begehen, weil die Fabriken selbst gebaut werden anstatt von Zulieferfirmen abhängig zu sein. Dyson kann auf eine jahrelange Produktionserfahrung bei Elektromotoren und Akkuzellen verweisen. Der chinesische Elektroautomarkt ist hart umkämpft und bedeutet eine enorme Herausforderung für den britischen Konzern. Volkswagen, BMW, Nissan, Tesla und andere Autohersteller sind hier bereits mit Milliardeninvestitionen aktiv.

Quellen:

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/elektroauto-dyson-will-tesla-mit-fabrik-in-singapur-herausfordern-a-1234689.html
https://www.bloomberg.com/news/articles/2018-10-23/dyson-picks-singapore-to-build-electric-cars-rivaling-tesla

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