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Opel schreibt wieder Gewinne

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Der Rüsselsheimer Autohersteller Opel verbuchte im ersten Halbjahr 2018 nach einer jahrelangen Durststrecke und umfassenden Sanierung erstmals wieder schwarze Zahlen. Der Gewinn belief sich ohne Einmalbelastungen auf 502 Millionen Euro, wie der französische Mutterkonzern PSA berichtete. Vor 19 Jahren hatte Opel mit der britischen Schwestermarke Vauxhall kein Plus mehr erwirtschaftet. Im zweiten Quartal 2016 hatte Opel zuletzt einen Gewinn eingefahren, doch dieser ging schnell wieder weg.

PSA neue Opel-Mutter

Vor rund einem Jahr, im August 2017, hatte der französische Autokonzern PSA den angeschlagenen Autobauer übernommen. Bei PSA sind die Automarken Peugeot, Citroen und DS beheimatet. Gebaut werden neue Opel-Modelle ausschließlich auf Plattformen, die von den Franzosen zur Verfügung gestellt werden. Opel profitiert dabei von Kostenvorteilen im Einkauf und der Entwicklung.

Nach Angaben von PSA-Konzernchef Carlos Tavares sind die Fixkosten beim Rüsselsheimer Autohersteller um 28 Prozent gefallen. Die Betriebsmarge belaufe sich bei Opel auf 5 Prozent. Der beschlossene Sanierungsplan sei zu rund 50 Prozent bewältigt worden. Zu den genauen Sanierungskosten veröffentlichte PSA keine Daten, sondern nannte mit 750 Millionen Euro nur einen konzernweiten einmaligen Aufwand.

In den ersten sechs Monaten verbuchte PSA einen Umsatzanstieg von rund 40 Prozent auf 38,6 Milliarden Euro. Der Anteil von Opel-Vauxhall an dem Halbjahresumsatz belief sich auf 9,95 Milliarden Euro. Seinen Nettogewinn steigerte der Konzern um 242 Millionen Euro auf 1,7 Milliarden Euro. Vorher hatte

Die Zahl seiner Mitarbeiter wird Opel an den deutschen Standorten im Zuge seiner Sanierung von 19.000 um 3.700 Angestellte vermindern. Zwischen dem Unternehmen und Arbeitnehmern wurde eine umfassende Beschäftigungssicherung bis 2023 vereinbart.

Die enormen Sparmaßnahmen führten bereits zur Entlassung von tausenden Mitarbeitern. Geplant ist die Abgabe eines großen Teils von Opels Entwicklungszentrum in Rüsselsheim an einen Dienstleister und könnte rund 4000 der 7000 Mitarbeiter kosten, weshalb die Pläne von Arbeitnehmerseite skeptisch gesehen werden.

Das Entwicklungszentrum übernimmt Aufgaben des Gesamtkonzerns, wozu auch Design und Entwicklung zählen. Als eventuelle Partner für das Zentrum könnten laut der französischen Zeitung „Le Monde“ die vier Dienstleister Altran, Akkra, Bertrandt und Segula in Frage kommen.

Quellen:
https://www.nrz.de/wirtschaft/opel-eigner-psa-legt-zahlen-fuer-erstes-halbjahr-vor-id214918587.html

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