Garage öffnen per Knopfdruck – wie funktioniert das in der Praxis?

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Fast jedem Autofahrer ist diese Situation bekannt, es rechnet in Strömen, das Garagentor ist verschlossen und keine Chance aus dem Auto auszusteigen ohne auf der Stelle komplett durchnässt zu werden. Also ein Anlass, um spontan über die Investition in einen Torantrieb mit Fernbedienung nachzudenken. Seit dem Einzug preisgünstiger Digitaltechnik erleben Garagentor-Antriebe mit Fernbedienung nun einen regelrechten Boom. Hinsichtlich des Energieverbrauchs ist mit einem Wert zwischen 280 und 400 Watt zu rechnen. Vor dem Hintergrund einer Einschaltdauer von nur etwa 15 Sekunden, sind aufgrund der vielen Positivaspekte die Betriebskosten getrost zu vernachlässigen.

Eine Investition, die nicht nur der Bequemlichkeit geschuldet ist, sondern viele Vorteile hinsichtlich Komfort und Sicherheit beinhaltet. So ist ein weiterer Aspekt in der Unterstützung für Menschen mit eingeschränktem Bewegungspotential zu sehen. Und dann ist da noch die Umweltbelastung. Auto stoppen, im Leerlauf laufen lassen, anschließend wieder Anfahren und nochmals stoppen. Das alles erzeugt zusätzlichen Lärm und zusätzliche Abgase, was besonders Nachbarn eher als unangenehm empfinden. Hinsichtlich Lärmvermeidung kommt noch hinzu – elektrische Garagentore schließen, aufgrund elektronischer „Sanftanlauf-Steuerungen“, um ein Vielfacher leiser als handbetriebene Tore. Besonders Schwingtore können durch Zuschlagen ein erhebliches Lärmpotential freisetzen.

Die herkömmliche Fernbedienung

Moderne Garagentorantriebe und Fernbedienungen lassen sich problemlos und ohne großen Aufwand, auch bei älteren Schwing- oder Sektionaltoren, nachrüsten. Daher kann zum Beispiel auch ein handbetätigtes Garagen-Schwingtor von 1999 durchaus einen Antrieb mit Fernbedienung nach neuesten Standards erhalten. Die Funktion ist relativ einfach. Der Handsender (Fernbedienung) gibt per Knopfdruck und mittels Funksignal einen Befehl an den Empfänger des Torantriebs, der dann die entsprechende Bewegung auslöst.

Herkömmliche Handsender haben eine einfache „schließen – öffnen“ – Funktion. Die Bewegung des Tores kommt sofort zum Stillstand, sobald der Bedienknopf losgelassen wird. Gleichzeitig lässt sich sofort die entsprechende gegenläufige Bewegung auslösen. Dies ist eine vorgeschriebene Sicherheitsmaßnahme, der alle Torantriebe unterliegen. Zur sicheren Grundausstattung gehört auch eine Abschaltautomatik im Gefahrenfall. Am unteren Rand des Torblatts wird dafür eine Kontaktleiste angebracht, die bei Berührung den Motor sofort anhält. So kann also niemand eingeklemmt oder eine Delle im Autodach gedrückt werden, wenn der Sender versehentlich falsch oder zu früh betätigt wurde. Bei senkrecht arbeitenden Sektionaltoren ist dies besonders einfach zu verwirklichen.

Für mehrere Toranlagen, die wahlweise von einer einzelnen Fernbedienung betätigt werden sollen, stehen Kombi-Fernbedienungen zu Verfügung. Bei mehr als zwei Toren ist der Handsender meistens so eingerichtet, dass der Nutzer auf das gewünschte Tor umschalten kann. Die Bewegungsendpunkte, also „ganz geschlossen“ oder „ganz geöffnet“, werden durch justierbare „Endschalter“ positioniert. Selbst bei Schwingtoren geht der Anpressdruck, durch die langsame und gleichmäßige Bewegung, fast geräuschlos vor sich. Sektionaltore erreichen den Anpressdruck durch ihr Gewicht. Die Endpositionen funktionieren also automatisch und unabhängig vom Handsender.

Moderne Garagentor-Bedienung mit Digitalfunktionen

Der einfachen „Ein-Aus“ Sender wird zwar noch immer angeboten und verwendet, ist jedoch nicht mehr zu vergleichen mit dem vielseitigen „Bi-Digitalen“ Funksystem. Diese Weiterentwicklung bietet neue Möglichkeiten hinsichtlich Kontrolle, Einbruchschutz und Sicherheit. Wie die Bezeichnung vermuten lässt, handelt es sich hierbei nicht nur um einen reinen Sender, sondern diese Geräte sind in der Lage auch Signale vom Garagentor zu empfangen! Das bedeutet, der Garagentorantrieb ist ebenfalls mit einem Sender ausgerüstet, was den Nutzer in die Lage versetzt, regelrecht mit seinem Garagentor kommunizieren zu können. Der Nutzer kann zum Beispiel den momentanen Torstatus abfragen. Dazu wurden die Funksignale erheblich verstärkt, denn erst durch eine große Reichweite kommen die Vorteile voll zum Tragen. So kann das Tor auch noch auf der abendlichen Grillparty beim übernächsten Nachbarn, mittels Vibration in der Fernbedienung Alarm schlagen, wenn sich eine unbefugte Person am Garagentor zu schaffen machen sollte.

Über Angaben hinsichtlich der tatsächlichen Reichweite halten sich die Hersteller weitgehend bedeckt und verweisen oft auf die Abhängigkeit zur richtigen Positionierung der Antenne am Torantrieb. Das Torblatt mit seiner großen Blechfläche oder der hohe Anteil von Armierungsstahl im Beton der Garagendecke und den Wänden, tragen erheblich zur Minderung der Empfangs- und Sendeleistung bei. Eine Verlegung der Antenne nach draußen bringt den größten Nutzen. Mehrkanal-Fernbedienungen, für mehrere Tore, sind natürlich ebenso zu erhalten. Eine nachträgliche Umrüstung auf Bi-Digitalem Funksystem ist nur im Zusammenhang mit einer Umrüstung des Antriebs zu verwirklichen. Hierzu sollte ein Fachunternehmen kontaktiert werden.

„Smart-Home“ Technologie für ein Höchstmaß an Kontrolle und Überwachung

Die Möglichkeiten der digitalen Welt wären allerdings nicht komplett, wenn sich die Garagentor-Bedienung nicht in die modere „Smart-Home“ Technologie einbinden ließe. „Smart Home“ erlaubt eine komplette Steuerung aller Sicherheitseinrichtungen und elektrischen Einrichtungen eines Gebäudes – mittels Smartphone, iPhone, Tablet oder Pc. Mit diesem System lässt sich das Garagentor, wie die gesamte Haustechnik, selbst im fernen Ausland während des Urlaubs kontrollieren und bedienen.

Diese Systeme arbeiten mit zwei separaten Funkfrequenzen, wodurch sichergestellt wird, dass es für jeden Befehl auch eine Rückmeldung gibt. So können Garagentore am Tage für kurze Zeit geöffnet und wieder geschlossen werden, um eine Anwesenheit vorzutäuschen. Dafür können aber auch ganze Programme mit verschiedenen Zeiten eingegeben werden, damit sich der Nutzer in seiner Abwesenheit nicht ständig selbst darum kümmern muss. Auch Probleme wie Funktionsstörungen werden angezeigt. Um das Ganze zu perfektionieren, kann bei Störungen oder im Fall von Gewaltanwendung, sofort ein Alarm an einen Sicherheitsdienst geleitet werden, der dann unmittelbar in Aktion tritt.

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