Daimler investiert 20 Milliarden Euro in Batteriezellen für Elektroautos

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Der schwäbische Autokonzern Daimler hat mit asiatischen Herstellern Verträge über 20 Milliarden Euro für Batteriezellen geschlossen. Die Vereinbarungen sichern nach Konzernangaben die Produktion von Elektroautos bis zum Jahr 2030. Mit welchen Lieferanten die Verträge vereinbart wurden, darüber gab Daimler keine Auskunft. Das Unternehmen teilte nur mit, dass diese in Zukunft im asiatischen Raum, Europa und den USA produzieren werden.

Eigene Akkuproduktion

Daimler baut eine eigene Akkuproduktion auf und erwirbt dafür mit den Zellen die wichtigsten Komponenten bei den Lieferanten ein. Von den Batterieherstellern werden die modernsten Zellentechnologien geliefert, was die Verträge garantieren würden.

Eine erste Akkufabrik errichtete Daimler bereits in Kamenz, einer Stadt in Sachsen und dort wurde die Batterieproduktion vor kurzem aufgenommen. In den nächsten Jahren sollen sieben weitere Werke aufgebaut werden und resultiere in Kosten von einer Milliarde Euro. Stattliche zehn Milliarden Euro fließen in die Entwicklung und Produktion des Elektroauto-Portfolios bei der Konzernmarke Mercedes-Benz.

130 Elektroauto-Varianten geplant

Wie der Stuttgarter Autohersteller Daimler berichtete, seien in den nächsten vier Jahren insgesamt 130 Varianten reiner Elektroautos in Planung, die auch über einen Hybridantrieb verfügen. Busse, Transporter und Lastkraftwagen seien in der Flotte der Batteriefahrzeuge inbegriffen.

Der Anteil der Elektrofahrzeuge am Gesamtabsatz soll sich den Angaben zufolge bis 2025 auf 15 bis 25 Prozent belaufen. Im September hatte Konzernchef Dieter Zetsche den Elektro-SUV EQC der Öffentlichkeit feierlich präsentiert. Das geländegängige Elektroauto wird den Planungen nach ab Juni 2019 erhältlich sein.

Volkswagen plant den Aufbau einer eigenen Batteriezellenproduktion, während BMW wie Daimler die Zellen zukaufen wird. Der bayerische Autohersteller hat eine strategische Beteiligung an  Contemporary Amperex Technology Ltd (CATL) aus China, dem momentan führenden Akkuzellen-Hersteller auf der Erde. Das Volumen an Batteriezellen, die BMW bei CATL bestellen wird, belaufe sich auf vier Milliarden Euro.

Die Bundesregierung forciert mit dem verstärkten Verbot von Benzinern und Dieselfahrzeugen in Städten das Elektroauto. Der Elektroauto-Kauf wird mit Prämien gefördert. In Deutschland ist die Infrastruktur an Stromtankstellen noch überschaubar und erschwert die Etablierung der Elektromobilität.

Quelle:
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/daimler-kauft-batteriezellen-fuer-20-milliarden-euro-a-1243088.html

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