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Achtung: Wildwechsel im Herbst

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Der Herbst hat einen ganz besonderen Zauber. Die wunderbare Farbenfülle in den Wäldern fasziniert uns jedes Jahr wieder. Leuchtende Blätter, von hellgelb bis kupferbraun, versprühen einen ganz besonderen Reiz. Die Herbstzeit bietet Momente zum Innehalten und zum tief einatmen. Doch sie hat auch ihre Tücken. So wird es in dieser Jahreszeit zeitiger dunkel. Und die Blätter, die uns am Tage so begeistern, können am Abend zur Schlitterpartie verhelfen, wenn wir nicht den Umständen entsprechend mit dem Kraftfahrzeug fahren. Die Umschwünge finden fast unmerklich statt. Von einem Tag auf den anderen rücken die Zeiten, in denen es bis in die späten Abendstunden hell war, Zusehens nach vorne. Hauptsächlich die am Tag so zauberhaften Alleen werden des Abends zu bizarren Schattenfiguren und zu glatten Flächen. Dazu kommt noch, dass der Gegenverkehr vereinzelt blendet und Leitpfosten das Fernlicht reflektieren. Und wer abseits der Autobahn unterwegs ist, muss vorsichtig sein, da in jedem Moment ein Wildtier vor das Fahrzeug laufen könnte. Kommt es einmal vor, kann diese Situation schlimm enden.

Achtung! Wildwechsel auf waldreichen Strecken

In der Herbst- und Winterzeit ist daher erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit geboten. Insbesondere an den Stellen wo Wildwechsel gezielt angedeutet wird, ist zwingend das Tempo anzupassen und der Fahrer muss jederzeit bremsbereit sein. Ist Wild am Straßenrand zu erkennen, müssen Verkehrsteilnehmer bremsen und hupen, um damit das Tier zu verscheuchen. Obacht! Auf keinen Fall das Wild durch Fernlicht blenden. Hier verliert es die Orientierung und springt erst recht auf die Lichtquelle und folglich auf die Straße zu. Ist ein Wildtier zu sehen, dann empfiehlt es sich auf Abblendlicht umschalten. Da Wildtiere häufig im Rudel erscheinen, ist abzuwarten, ob noch andere Tiere folgen.

Wenn ein Ausweichen nicht mehr möglich ist

Fahrer eines Kraftfahrzeuges, die einen Bogen um das Wildtier machen wollen, können sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringen. Oft sind in der kälteren Jahreszeit die Straßen verregnet und werden durch herumliegende Blätter zur Rutschbahn. Durch ausweichen können Fahrzeuge schnell im Straßengraben landen. Auch Zusammenstöße mit dem Gegenverkehr oder Bäumen können folgenschwer enden. Ist der Zusammenstoß unvermeidbar, sollte der Fahrer das Lenkrad fest halten und kontrolliert bremsen, so rät es beispielsweise der ADAC.

Zusammenstoß mit dem Tier, so gehen Sie vor:

  • Einschalten der Warnblinkanlage, um den nachfolgenden Verkehr zu warnen
  • Warnweste anziehen, Unfallstelle sichern und notfalls Verletzte versorgen
  • Polizei informieren
  • Sowie einen in diesem Territorium bekannten Förster informieren, wenn bekannt
  • Fotos machen und Kontaktdaten von eventuellen Zeugen notieren
  • Unfallort nicht verlassen, bevor Hilfe eintrifft
  • Das verletzte Tier nicht berühren, da es aus Angst beißen kann
  • Wildtier nicht mitnehmen (Straftat: Wilderei)
  • Ist das verletzte Tier geflüchtet, von der Polizei eine Wildunfallbescheinigung für die Versicherung ausstellen lassen

Tipps für sicheres Fahren im Herbst — Und allzeit gute Fahrt

  • Den Straßenverhältnissen anpassen und genügend Abstand zum Vordermann lassen
  • Runter mit dem Tempo
  • Rechtszeitiges Montieren von Winterreifen
  • Reifenprofil überprüfen — mindestens 1.6 mm
  • Rechtzeitig das Licht einschalten
  • Scheibenwischerblätter wenn nötig erneuern
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