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Stellantis könnte preiswerte Elektroautos in Indien bauen

Abarth 500e
Abarth 500e; Quelle: Pressefoto

Elektromobilität. Autoriese Stellantis mit den Marken Fiat, Opel, Peugeot, Jeep und weiteren scheint zu erwägen, preiswerte Elektroautos für den europäischen Markt in Indien zu bauen.

„Bislang ist Europa nicht in der Lage, erschwingliche Elektroautos herzustellen, sodass die große Chance für Indien darin besteht, kompakte Elektroautos zu einem erschwinglichen Preis zu verkaufen“, berichtete Stellantis-Chef Carlos Tavares gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters bei einem Besuch des technischen Zentrums in der indischen Stadt Chennai. So würde Stellantis vor allem von den niedrigen Arbeitskosten des Landes profitieren, so Tavares weiter. Noch sei allerdings nichts entschieden.

Für die Elektrifizierung seiner 14 Marken hat Stellantis hohe Summen investiert. In den kommenden Jahren sollen diverse neue Elektroautos auf den Markt kommen. Derzeit basieren die Modelle auf flexiblen Plattformen, mit denen sich auch Verbrenner und Hybride realisieren lassen. In Zukunft soll es aber spezielle Elektro-Plattformen geben.

Jeep kündigte im September unter anderem an, bis 2025 vier vollelektrische SUV auf den Markt zu bringen. Den Start hat bereits der Jeep Avenger gemacht. Peugeot hat bereits den vollelektrischen Peugeot e-208 herausgebracht. Der e-308 kommt 2023. Dieses Fahrzeug und der e-408 sollen im Werk Mulhouse produziert werden. Citroën ist mit dem brandneuen Citroën ë-C4 X in die Ë-Offensive gegangen. Erst kürzlich hat Abarth die Elektromobilität mit dem vollelektrischen Abarth 500e eingeläutet. Der Automobilkonzern arbeitet an einer elektrischen Zukunft und das über alle Marken hinaus.

Mangel an Batterien und Rohstoffen

Aktuell kosten Elektroautos meist deutlich mehr als vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Das liegt vor allem an den kostspieligen Batterien, die für hohe Reichweiten verantwortlich sind. Tavares hatte bereits in der Vergangenheit diagnostiziert, dass die Autoindustrie in den kommenden Jahren im Zug der Elektrifizierung mit einem Mangel an Rohstoffen und Batterien konfrontiert werden würde. Im Sommer warnte er außerdem vor hohen Elektroautokosten. Da könnte eine preiswertere Produktion in Indien dem Konzern zugutekommen.

Stellantis will ab 2030 keine Verbrenner mehr verkaufen.


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