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Oliver Blume wird Chef des VW-Konzerns

Porsche 911 Targa 4 GTS und Porsche-Chef Oliver Blume und Finanzchef Lutz Meschke
Porsche 911 Targa 4 GTS und Porsche-Chef Oliver Blume und Finanzchef Lutz Meschke; Quelle: Pressefoto

Business. Herbert Diess ist als amtierender VW-Chef zurückgetreten. An seine Stelle rückt Porsche-Chef Oliver Blume. Letzterer bleibt auch mit Amtsantritt als Konzern-Chef weiterhin das Oberhaupt der Marke Porsche.

Herbert Diess tritt als Vorstandschef des Volkswagen-Konzerns ab. Der 63-Jährige habe sich mit dem Aufsichtsrat darauf verständigt, zum 01. September auszuscheiden, heißt es in der Automobilwoche. Diese Nachricht kam am Freitagabend überraschend. Nachfolger soll Porsche-CEO Oliver Blume werden. Die Entscheidung des Nachfolgers sei „einvernehmlich“ gefallen.

„Herr Dr. Oliver Blume wird den Vorstandsvorsitz übernehmen und daneben seine Funktion als Vorstandsvorsitzender der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG fortführen“, erklärte der Konzern in einer Information an die Finanzmärkte. Unterstützung im operativen Tagesgeschäft erhält Blume vom VW-Finanzchef Arno Antlitz.

„Ich freue mich sehr, die Porsche AG und den Volkswagen Konzern gemeinsam zu führen. Mein Fokus liegt auf den Kunden, Marken und Produkten. Der Mensch steht für mich immer im Mittelpunkt. Entscheidend für den Erfolg sind Teamgeist, Fairness und Leidenschaft. Das gilt für die Marken ebenso wie für den Konzern. Das Porsche Team kann sich darauf verlassen, dass ich das Unternehmen langfristig führen werde – auch nach einem möglichen Börsengang. Wir haben Porsche technologisch, wirtschaftlich und kulturell erfolgreich aufgestellt – und sehen uns als einen Vorreiter nachhaltiger Mobilität“, erklärt Blume in einer Pressemeldung.

Konflikte mit Betriebsrat

Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch dankte indes Diess. Dieser habe „sowohl in seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender der Marke Volkswagen als auch des Konzerns die Transformation des Unternehmens maßgeblich vorangetrieben“. Mit seiner ‚alles oder nichts‘-Mentalität habe Diess den Umbau von VW in die Elektromobilität maßgeblich vorangetrieben. Allerdings gab es auch bereits mehrfach Reibereien und etliche Probleme.

Bereits Anfang November berichteten wir davon, dass der Betriebsrat mit dem Führungsstil und der Richtung des Chefs hinsichtlich der Sparpolitik des Konzerns nicht einverstanden gewesen ist und Diess deshalb das Vertrauen entzogen habe. Nur wenig später lehnte Diess den Betriebsrat nur noch mehr gegen sich auf. Die Aufregung sei durch eine geleakte E-Mail zustande gekommen sein, die enthüllt hatte, dass der VW-Chef 30.000 Stellen abbauen wolle. Bitte November kam es dann noch dicker für den VW-Chef. Während Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch noch im Vermittlungsausschuss um Frieden bemüht gewesen ist, grassierten bereits Gerüchte um mögliche Nachfolger. Darunter der VW-Markenchef Ralf Brandstätter. Aber auch Porsche-Chef Oliver Blume wurde schon im vergangenen Jahr als möglicher Nachfolger gehandelt.

Anfang Dezember 2021 dann die Entwarnung, Diess dürfe im Amt bleiben.

Freitagabend kam dann die überraschende Mitteilung, Herbert Diess würde nur noch bis zum 01. September im Amt bleiben. Kurz vor der Nachricht hatte Diess sich noch mit einem fröhlichen LinkedIn-Post an die Beschäftigten gewandt und ihnen schöne Werksferien gewünscht.

Konflikte zwischen VW und Porsche

Nachfolger des scheidenden VW-Chefs wird der aktuelle Porsche-CEO Oliver Blume. Der 54-Jährige steht bereits seit 2015 an der Spitze des Sportwagenherstellers. Zuvor war er Produktionschef gewesen. Beim VW-Konzern ist der studierte Maschinenbauer bereits seit 1994, als er als Trainee bei Audi einstieg. Bei Porsche habe er für eine deutlich kollegialere Arbeitsatmosphäre im Vorstand gesorgt und den Porsche Taycan als ersten deutschen Rivalen des Tesla Model S herausgebracht.

Inwiefern Blume die Doppelrolle als Chef des VW-Konzerns und als Chef von Porsche ausfüllen will, bleibt abzuwarten. Zumal es in letzter Zeit immer wieder zu Streitpunkten zwischen Volkswagen und Porsche gekommen war. Letzterer verweigerte zum Beispiel die Verwendung der VW-Software sowie die Produktion der „Artemis“-Reihe in Hannover. Mit dem geplanten Börsengang von Porsche dürfte der Autobauer wieder unabhängiger werden. Dennoch dürfte es zu einem Problem werden, wenn der VW-Konzern und die Marke Porsche durch ein und denselben Mann geleitet wird.

Blume übernimmt das Amt des VW-Chefs am 01. September.


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