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Deutscher Automarkt im Januar leicht erholt

Audi Q4 50 e-tron quattro Edition One, Audi Q4 Sportback 50 e-tron quattro Edition One, Audi Q4 50 e-tron quattro, Audi Q4 Sportback 50 e-tron quattro; Quelle: Pressefoto

Business. Elektromobilität. Der deutsche Automarkt hat sich im Januar leicht erholt. Allerdings sinken laut KBA die Neuzulassungen bei den Elektroautos drastisch.

Das vergangene Jahr über war die Entwicklung am deutschen Automobilmarkt so gespalten wie eindeutig. Im Vergleich zu 2020 gingen die Neuzulassungen 2021 noch einmal um zehn Prozent runter. Anders erlebten es allerdings die reinen Elektroautos. Tesla verbuchte beispielsweise 2021 dank seiner E-Autos einen sagenhaften Rekordgewinn von 5,5 Milliarden Euro. Die Neuzulassungen hinsichtlich aller Elektroautos stiegen im Vergleich zum Vorjahr sogar um 80 Prozent.

Der Januar lässt aber nun aufhorchen. Vergleicht man den Januar 2022 mit dem Vormonat in Bezug auf Elektro-Fahrzeuge wird deutlich: Der Anteil sinkt drastisch.

Zehn Prozent weniger E-Anteil als im Dezember

Im Dezember 2021 konnten vollelektrische Fahrzeuge ein Allzeithoch von 21,3 Prozent einfahren. Das waren 48.436 Neuzulassungen. Laut KBA von vergangenem Donnerstag sollen es im Januar 2022 nur noch 20.892 neu zugelassene Elektroautos gewesen sein. Diese rund 21.000 Neuzulassungen entsprechen zwar einem Plus von 28 Prozent zum Vorjahr. Dennoch bedeuten sie einen verringerten Anteil am Gesamtergebnis im Januar. Bei insgesamt 184.112 Neuzulassungen verringert sich der Elektroanteil nämlich auf 11,3 Prozent. Also weit unter dem Dezember-Rekord.

An und für sich sind diese Zahlen in Ordnung. Allerdings braucht Deutschland laut einer Studie des Umweltverbandes wesentlich mehr Elektroautos. Besagte Studie zeigt nämlich auf, dass das erklärte Ampel-Koalitions-Ziel von 15 Millionen Elektroautos bis 2030 nicht erreicht werden kann.

Betrachtet man die Zahlen des KBA wird deutlich, dass Smart im Januar-Vergleich 35 Prozent Einbußen 2022 zu 2021 hat. Ebenfalls zweistellig im Minus landeten Nissan, Renault, Ford und Volvo. Unter den deutschen Marken verkaufte nur BMW weniger Elektroautos als vor einem Jahr. Dazu kommt, dass das Unternehmen im Sommer die Produktion eines seiner ikonischsten Fahrzeuge einstellt: BMW-Liebhaber:innen müssen vom futuristischen i3 Abschied nehmen. Mehr als 250.000 verkauften Einheiten und neun Jahre Produktionszeit gehören zu den Kennzahlen des i3. Ansonsten fallen die Elektro-Zahlen des KBA aber positiv aus. Den größten Zuwachs verzeichnete Dacia mit 109,1 Prozent.


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