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In China für China

Von der Planung bis zu Produktion: VW will vollständig in China entwickeln

VW-Logo auf rotem Auto
VW-Logo, Quelle: Erik McLean, Unsplash

Volkswagen hat mitgeteilt, dass der Konzern künftig Fahrzeuge vollständig in China entwickeln und produzieren kann – ein Schritt, den das Unternehmen als Meilenstein für seine „In China, for China“-Strategie beschreibt.

Neues Innovationszentrum in Hefei

Volkswagen hat die letzte Ausbaustufe seines Technologie- und Innovationszentrums in Hefei abgeschlossen, das ausschließlich Elektrofahrzeuge abdeckt. In diesem Zentrum laufen Entwicklung, Testverfahren und Produktion zusammen. Laut VW ist es damit möglich, Modelle „von der Idee bis zur Marktreife“ komplett in China zu realisieren.

Strategie und wirtschaftliche Gründe

Mit der Strategie „In China, for China“ will VW schneller auf lokale Marktbedürfnisse reagieren und technologische Innovationen dort gestalten, wo sie auch eingesetzt werden. VW sieht erhebliche Kostenvorteile: Teile der Entwicklung sollen in China bis zu 50 Prozent günstiger sein als in Europa, unter anderem dank lokaler Lieferketten, kürzerer Entwicklungszyklen und geringerer Arbeitskosten. Zudem könne die Entwicklungszeit mithilfe des Hefei-Zentrums um rund 30 Prozent verkürzt werden.

Export und Ausrichtung

Die dort entwickelten Elektroautos sollen nicht nur für den chinesischen Markt bestimmt sein, sondern auch nach Südostasien und in den Nahen Osten exportiert werden. VW setzt auf eine lokal entwickelte Elektronikarchitektur („China Electronic Architecture“) für neue Elektrofahrzeuge.

Wettbewerbsdruck und Marktveränderung

Der Schritt kommt in einem Umfeld, in dem deutsche Autobauer in China zunehmend unter Druck stehen — chinesische Hersteller haben ihren Marktanteil in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet. Für VW ist diese Lokalisierung ein strategischer Versuch, gegen heimische Konkurrenz effizienter und flexibler zu agieren. Laut Volkswagen zielt das Unternehmen darauf ab, mittelfristig die Kosten mit lokal entwickelten Plattformen (etwa der „China Main Platform“, CMP) deutlich zu senken.

VW betont mit diesem Schritt, dass es seine Wertschöpfung zunehmend nach China verlagert – nicht nur in der Produktion, sondern auch in der Technologieentwicklung. Damit passt sich der Konzern der veränderten globalen Autoindustrie an und stärkt seine Wettbewerbsfähigkeit im größten Automarkt der Welt.

Mit Agenturen


Themen des Beitrags:
ChinaElektrowendeVW

Über den Autor

Fabian Schwarzenbach

Fabian Schwarzenbach ist Journalist, Podcaster und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte sind Elektromobilität, neue Modelle, Fahrzeugtechnik und Digitalisierung. Bekannt ist er außerdem als Moderator des Apple-Podcasts „Apfelplausch“.

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