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CO₂-Deal endet: Stellantis und Toyota lösen sich von Tesla

CO2
CO2, Quelle: Jas Min, Unsplash

Ein lukratives Geschäft für Tesla steht vor dem Aus. Die Autobauer Stellantis und Toyota wollen ihre CO₂-Flottenziele in Europa künftig ohne Unterstützung des Elektroautoherstellers erreichen. Damit endet ein Deal, der Tesla in den vergangenen Jahren Milliarden eingebracht hat. Hintergrund ist das sogenannte CO₂-Pooling-System der EU, bei dem Hersteller ihre Emissionen gemeinsam berechnen können, um Strafzahlungen zu vermeiden.

Tesla spielte dabei eine besondere Rolle. Da der Hersteller ausschließlich Elektroautos verkauft, liegt der durchschnittliche CO₂-Ausstoß der Fahrzeugflotte bei Null. Andere Autobauer konnten sich mit Tesla zusammenschließen und so ihre eigenen Emissionswerte verbessern.

Milliarden-Einnahmen für Tesla

Für Tesla entwickelte sich dieses System zu einem äußerst lukrativen Geschäftsmodell. Hersteller mit höheren Emissionen kauften Emissionsgutschriften oder schlossen sich dem Tesla-Pool an, um Strafzahlungen an die EU zu vermeiden. Allein in den vergangenen Jahren nahm Tesla weltweit mehrere Milliarden Dollar durch den Verkauf solcher Emissionszertifikate ein. Die Einnahmen entstanden nicht durch den Verkauf von Autos, sondern durch regulatorische Vorteile der Elektrostrategie.

Wenn nun große Hersteller wie Stellantis oder Toyota aus dem Pool aussteigen, könnte diese Einnahmequelle deutlich kleiner werden.

Hersteller setzen stärker auf eigene Lösungen

Der Ausstieg aus dem Tesla-Pool deutet darauf hin, dass einige Autobauer ihre Emissionsziele zunehmend selbst erreichen können. Stellantis treibt den Ausbau seiner Elektroflotte voran und arbeitet gleichzeitig an neuen Kooperationen im Bereich Elektromobilität. Toyota verfolgt eine andere Strategie und setzt neben Elektroautos weiterhin stark auf Hybridantriebe. Diese Fahrzeuge helfen ebenfalls, die durchschnittlichen CO₂-Emissionen der Flotte zu senken.

Für beide Hersteller wird es dadurch möglich, ihre Flottenziele künftig ohne externe Emissionspartner zu erfüllen.

Zeichen für den Wandel der Autoindustrie

Die Entwicklung zeigt, wie stark sich der Automarkt verändert. In den vergangenen Jahren waren viele Hersteller auf Kooperationen angewiesen, um die strengen EU-Emissionsziele einzuhalten. Mit steigenden Verkaufszahlen von Elektro- und Hybridfahrzeugen verbessern sich die CO₂-Bilanzen vieler Hersteller jedoch zunehmend aus eigener Kraft. Für Tesla bedeutet das gleichzeitig, dass ein Teil seines bisherigen Geschäftsmodells unter Druck geraten könnte.

Der Ausstieg von Stellantis und Toyota markiert deshalb nicht nur das Ende eines Deals, sondern auch ein weiteres Zeichen für den Wandel der europäischen Automobilindustrie.



Über den Autor

Christian Lahl

Christian Lahl ist Redakteur und Autor bei Sparneuwagen.de. Sein Schwerpunkt liegt auf Leasingangeboten, Fahrzeugdeals und aktuellen Entwicklungen der Automobilbranche. Dabei legt er besonderen Wert darauf, Angebote transparent einzuordnen und die wichtigsten Konditionen verständlich zusammenzufassen.

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