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Wachablösung an der Spitze: Chinas Autobauer BYD zieht an Tesla vorbei

Tesla
Tesla; Quelle: Austin Ramsey/Unsplash

Der chinesische Konzern BYD hat Tesla bei den Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen überholt. Während die Chinesen weltweit Rekorde feiern, kämpft der US-Pionier mit Absatzproblemen – auch wegen des umstrittenen politischen Engagements von Elon Musk.

Die Kräfteverhältnisse auf dem globalen Markt für Elektroautos haben sich verschoben. Der chinesische Autobauer BYD hat den bisherigen Branchenprimus Tesla bei den Verkäufen von reinen Elektrofahrzeugen (BEV) deutlich hinter sich gelassen. Neue Daten und Prognosen bestätigen, dass der Konzern aus Shenzhen seine Position als neuer Weltmarktführer festigt, während Tesla insbesondere in wichtigen westlichen Märkten unter Druck gerät.

Tesla schwächelt in Europa und den USA

Für Tesla zeichnet sich ein schwieriges Jahresende ab. Analysten der Deutschen Bank rechnen für das vierte Quartal 2025 nur noch mit gut 400.000 verkauften Fahrzeugen des US-Herstellers. Ein Hauptgrund für die Talfahrt ist laut Branchenbeobachtern das zunehmend polarisierende Verhalten von Tesla-Chef Elon Musk.

Dessen starkes politisches Engagement und seine umstrittenen Äußerungen haben dem Image der Marke offenbar geschadet. Insbesondere in Europa, einem der wichtigsten Absatzmärkte für Elektroautos, sind die Verkaufszahlen von Tesla spürbar eingebrochen. Viele kaufkräftige, umweltbewusste Kunden wenden sich von der Marke ab.

Auch im Heimatmarkt USA wächst der Gegenwind: Die Rücknahme von staatlichen Steuerbegünstigungen für Elektroautos belastet die Nachfrage zusätzlich.

BYD auf Expansionskurs

Ganz anders sieht die Lage beim Herausforderer aus China aus. BYD profitiert von einer breiten Modellpalette, die von günstigen Kleinwagen bis zu Luxuslimousinen reicht, und einer extrem hohen Fertigungstiefe. Bereits im Juli 2024 lief das achtmillionste „New Energy Vehicle“ (NEV) des Konzerns vom Band.

Der Erfolg beschränkt sich längst nicht mehr nur auf den chinesischen Heimatmarkt. Um drohenden Handelskonflikten und Strafzöllen zu entgehen, treibt BYD den Aufbau von Produktionskapazitäten im Ausland systematisch voran. Eigene Werke außerhalb Chinas sollen die Versorgung der internationalen Märkte sichern und die Abhängigkeit von Exportbeschränkungen verringern.

Mit Agenturen


Themen des Beitrags:
ElektrowendeElon MuskTesla

Über den Autor

Fabian Schwarzenbach

Fabian Schwarzenbach ist Journalist, Podcaster und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte sind Elektromobilität, neue Modelle, Fahrzeugtechnik und Digitalisierung. Bekannt ist er außerdem als Moderator des Apple-Podcasts „Apfelplausch“.

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