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Ukraine-Krieg verschärft die Lage bei Mercedes-Benz

Produktion des Mercedes S 680 Guard in Sindelfingen
Produktion des Mercedes S 680 Guard in Sindelfingen; Quelle: Pressefoto

Business. Aufgrund des Ukraine-Krieges ist die Lage bei Mercedes-Benz weiterhin verschärft. Die Bauteile-Versorgung ist extrem angespannt. Bei den Halbleitern erwarte der Autobauer allerdings dieses Jahr eine Verbesserung.

Der Russland-Ukraine-Krieg verschärft die Engpässe bei Bauteilen beim deutschen Autohersteller Mercedes-Benz, wie die Automobilwoche berichtet. Laut Vorstandschef Ola Källenius sagte während der Hauptversammlung am Freitag, dass die Lage unbeständig sei.

Halbleiterengpässe sollten sich dieses Jahr verbessern

Wie andere Hersteller wie beispielsweise Volkswagen auch ist Mercedes-Benz aktuell von Versorgungsnöten bei Halbleitern geplagt. Auch Ford musste deshalb in den USA die Produktion des Elektro-Sportlers Mach-E in acht Fabriken stoppen. Källenius räumt aber optimistisch auf: „Die Lage sollte sich dieses Jahr verbessern.“ Die Produktion in den Mercedes-Werken laufe.

Dennoch sind auch die Zahlen bei Mercedes rückläufig. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verkaufte der Anbieter weniger Fahrzeuge im Januar bis März 2022. Dieser Rückgang beim Absatz sei aber eigenen Aussagen zufolge ausschließlich dem Mangel an Halbleitern geschuldet. Die Nachfrage nach Fahrzeugen mit dem Stern sei ungebrochen hoch.

Schwächelnder Absatz aber steigende Gewinne

Obwohl der Absatz schwächelt, scheinen die Gewinne dennoch zu steigen. Die Dividende für die Aktionäre soll sich auf fünf Euro je Aktie belaufen. Zuvor waren es noch 1,35 Euro gewesen. In diesem Wert sind 70 Cent aus dem Geschäft mit Nutzfahrzeugen bereits enthalten, da Daimler Truck keine separate Dividende für das vergangene Jahr auszahlen wird. Der nun selbstständige Hersteller von Lastwagen und Bussen ist ebenfalls an der Börse notiert. Im vergangenen Jahr hat sich der Daimler-Konzern aufgespalten. Mercedes-Benz bündelt das Auto- und Transportergeschäft, während Daimler Truck das frühere Daimler-Lkw-Geschäft führt.


Themen des Beitrags:
HalbleitermangelMercedes-Benz

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