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Stellantis STLA One: Neue Plattform soll über 30 Modelle möglich machen

Stellantis stellt die Weichen für die nächste Modellgeneration. Die neue STLA One Plattform soll ab 2027 starten und künftig mehr als 30 Modelle tragen. Damit legt der Autokonzern die technische Basis für eine breite Modelloffensive, die vom Kleinwagen über kompakte Crossover bis hin zu größeren Fahrzeugen reichen kann. Besonders spannend wird das für Marken wie Peugeot, Opel, Citroën, Fiat, DS, Jeep und Lancia, denn STLA One deckt laut Stellantis die Segmente B, C und D ab und soll mehrere bisherige Plattformen in einer einzigen skalierbaren Architektur zusammenführen.
Eine Plattform für viele Marken und viele Modelle
Der Plan klingt trocken, ist für kommende Autos aber enorm wichtig. Stellantis will mit STLA One nicht einfach nur eine weitere technische Basis einführen, sondern die Komplexität im Konzern deutlich reduzieren. Statt mehrere Plattformen parallel zu pflegen, soll eine modulare Architektur viele Fahrzeuggrößen, Karosserieformen und Antriebsarten ermöglichen. Genau darin liegt der eigentliche Hebel: Mehr Gleichteile, schnellere Entwicklung, geringere Kosten und trotzdem genügend Spielraum, damit ein Peugeot nicht wie ein Opel, ein Citroën nicht wie ein Fiat und ein Jeep nicht wie ein DS wirkt.
Offiziell spricht Stellantis davon, dass STLA One bis 2035 auf ein Volumen von mehr als 2 Millionen Einheiten wachsen soll. Außerdem strebt der Konzern eine Kosteneffizienz von 20 Prozent an. Für Käuferinnen und Käufer könnte das langfristig entscheidend werden, denn günstigere Entwicklung und vereinfachte Produktion erhöhen die Chance auf bezahlbarere Elektroautos. Gerade in Europa wird dieser Punkt immer wichtiger, weil kleine und kompakte Stromer bisher oft zu teuer wirken.
Neue E-Autos mit LFP-Batterien und 800-Volt-Technik
Besonders interessant ist die Batteriestrategie. STLA One soll stärker auf LFP-Batterien setzen. Diese Lithium-Eisenphosphat-Akkus gelten als günstiger und robuster, verzichten aber auf bestimmte kritische Rohstoffe. Gleichzeitig plant Stellantis eine sogenannte Cell-to-Body-Integration, bei der die Batterie stärker in die Fahrzeugstruktur eingebunden wird. Das kann Gewicht, Kosten und Komplexität reduzieren. Auch eine 800-Volt-Fähigkeit ist vorgesehen, was schnellere Ladezeiten und ein besseres Elektroauto-Erlebnis ermöglichen soll.
Damit wird STLA One vor allem für kommende elektrische Kleinwagen, Kompaktmodelle und Familienautos spannend. Peugeot könnte die Plattform für neue Generationen von E-208, E-2008 oder weiteren E-Modellen nutzen. Opel dürfte ebenfalls profitieren, etwa bei künftigen Corsa-, Mokka- oder Astra-Nachfolgern. Auch Citroën und Fiat könnten auf dieser Basis günstigere Stromer entwickeln, während DS oder Lancia stärker auf Design, Komfort und Software setzen könnten.
Software wird zum zweiten Standbein
STLA One ist außerdem die erste Plattform von Stellantis, die für STLA Brain, STLA SmartCockpit und Steer-by-Wire vorgesehen ist. Dahinter steckt der Versuch, Fahrzeuge stärker über Software, digitale Bedienung und neue Fahrfunktionen zu definieren. Updates, Assistenzsysteme und markenspezifische Benutzeroberflächen könnten dadurch schneller ausgerollt werden. Für Stellantis ist das wichtig, weil moderne Autos längst nicht mehr nur über Motor, Akku und Karosserie verkauft werden. Innenraum, Bedienlogik und digitale Funktionen entscheiden immer stärker darüber, ob ein Modell modern wirkt oder schnell alt aussieht.
STLA One ist mehr als nur Technik im Hintergrund
Die neue Stellantis STLA One Plattform ist kein einzelnes Auto, aber sie könnte die nächsten Jahre des Konzerns massiv prägen. Mehr als 30 Modelle, flexible Antriebe, LFP-Batterien, 800-Volt-Fähigkeit und niedrigere Kosten zeigen, wohin die Reise geht. Stellantis braucht günstigere, schneller entwickelte und technisch konkurrenzfähige Fahrzeuge, um gegen Renault, Volkswagen, Hyundai, Kia und die wachsende Konkurrenz aus China zu bestehen. Wenn STLA One hält, was Stellantis verspricht, könnte die Plattform zum Fundament einer neuen Modellwelle werden, vom bezahlbaren Elektro-Kleinwagen bis zum familientauglichen Crossover.
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