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Gigafactory Deutschland: Tesla rechnet mit Produktionssteigerung

Tesla auf dem Gelände der Gigafactory in Grünheide
Tesla auf dem Gelände der Gigafactory in Grünheide, Bild: Maxim/Unsplash

Der US-Elektroautobauer Tesla setzt in Grünheide weiterhin auf Wachstum. Ungeachtet der schwierigen Absatzlage in Deutschland und der erstarkenden Konkurrenz aus China peilt Werksleiter André Thierig für 2026 neue Rekorde an.

Während der globale Wettbewerb um die Vorherrschaft bei Elektroautos härter wird, gibt sich Tesla für seinen einzigen europäischen Standort demonstrativ optimistisch. Das Unternehmen plant, die Produktion in der Gigafactory in Grünheide bei Berlin auch im kommenden Jahr 2026 weiter zu steigern.

„Wir schauen positiv in das neue Jahr und rechnen mit einer weiteren Steigerung“, erklärte Werksleiter André Thierig gegenüber der Presse. Trotz der allgemeinen „Profitabilitätskrise“ in der weltweiten Autobranche bezeichnete er die Lage im Werk als „stabil“.

5.000 Autos pro Woche – Tendenz steigend

Aktuell laufen in Grünheide nach Unternehmensangaben wöchentlich gut 5.000 Fahrzeuge vom Band. Thierig betonte, dass es Tesla gelungen sei, die Produktion im abgelaufenen Jahr 2025 in jedem Quartal planmäßig zu erhöhen. Dies sei ein wichtiges Signal der Stärke, insbesondere vor dem Hintergrund der monatelangen Proteste gegen die Werkserweiterung, die den Betrieb zeitweise störten.

„Sicherlich hätten wir uns die eine oder andere Störung weniger gewünscht, aber wir werden das Jahr insgesamt trotzdem positiv abschließen“, so das Fazit des Werksleiters.

Schwieriges Umfeld in Deutschland

Die optimistischen Töne aus Grünheide stehen im Kontrast zur nüchternen Marktlage. In Deutschland, einem der Kernmärkte, hat Tesla mit Gegenwind zu kämpfen. Neuzulassungszahlen deuteten im Jahresverlauf 2025 auf massive Rückgänge im Vergleich zum Vorjahr hin. Kunden halten sich angesichts gestrichener Förderungen und der Diskussionen um Elon Musk zurück. Dennoch sieht das Management Anzeichen einer Erholung und will bereit sein, wenn die Nachfrage wieder anzieht.

Bekenntnis zum Standort

Um die Belegschaft trotz der unsicheren Zeiten zu binden, setzte Tesla zuletzt auf positive Anreize. Das Unternehmen verwies auf die unbefristete Übernahme von Leiharbeitern sowie eine übertarifliche Lohnerhöhung von vier Prozent, die seit November greift. Aktuell beschäftigt der Autobauer rund 11.000 Mitarbeiter in Brandenburg.

Mit der angekündigten Produktionssteigerung sendet Tesla auch ein Signal an die Konkurrenz – allen voran an den chinesischen Rivalen BYD, der Tesla weltweit bei den Verkaufszahlen inzwischen überholt hat: Das Feld in Europa will man nicht kampflos räumen.

Mit Agenturen


Themen des Beitrags:
Tesla

Über den Autor

Fabian Schwarzenbach

Fabian Schwarzenbach ist Journalist, Podcaster und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte sind Elektromobilität, neue Modelle, Fahrzeugtechnik und Digitalisierung. Bekannt ist er außerdem als Moderator des Apple-Podcasts „Apfelplausch“.

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