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Energiekrise

Audi-Chef für autofreie Tage und Tempolimit

Industrie
Können Fahrverbote und Tempolimit die Energie- und Klimakrise lösen? Bild: Pixabay

In einem Interview hat sich Audi-CEO Markus Duesmann zu einem möglichen Tempolimit und autofreien Tagen geäußert. Aufgrund der aktuellen Lage kann er sich beides gut vorstellen. Hauptziel der Aktionen wäre das Einsparen von Energie. Aber auch der Klimaschutz spielt dabei eine große Rolle.

Autofreie Sonntage: Da war doch etwas?

Die Lage ist vergleichbar mit dem Jahr 1973. Während einer weltweiten Ölkrise erlies Willy Brandts sozial-liberale Bundesregierung – bestehend aus SPD und FDP – vier autofreie Sonntage. Außerdem gab es ein zeitweises Tempolimit von 100 km/h. Obwohl die beiden Parteien aktuell Teil der Ampel-Koalition sind und zusammen mit den Grünen regieren, sind autofreie Tage bisher kein Thema. Auch ein Tempolimit scheint erstmal vom Tisch, auch wenn es immer wieder Debatten darüber gibt.

So könnten autofreie Sonntage aussehen
So könnten autofreie Sonntage auf der Autobahn aussehen, Bild: Unsplash

Was bringt ein Tempolimit für das Klima?

Für das Klima hätte vor allem ein generelles Tempolimit von 130 km/h einen positiven Effekt. Das Umweltbundesamt schreibt, dass bei dieser Geschwindigkeit bereits 1,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden könnten. Bei einem Tempolimit von 100 km/h – also vergleichbar mit 1973 – würden die eingesparten Treibhausgasemissionen auf 4,3 Millionen Tonnen ansteigen. Diese Werte gelten pro Jahr. Im Jahr 2020 hat der deutsche Verkehr auf Bundesautobahnen (schwere LKWS ausgenommen) rund 30,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen. Zumindest der Audi-CEO zeigt sich mittlerweile offen für entsprechende Aktionen. Es bleibt abzuwarten, ob das Interview von Markus Duesmann eine erneute Debatte anstoßen wird.

Schwierige Lage beschäftigt Autofahrende

Mit diesen Maßnahmen könnten schnell und effektiv die hohen Preise aufgrund vermeintlicher Knappheiten an der Tankstelle bekämpft werden. Wie eine Umfrage des ADAC zeigt, sehen sich deutsche Autofahrerinnen und -fahrer auch ohne gesetzliche Vorgaben gezwungen, beim Autofahren auf den Geldbeutel zu achten. NDR-Recherchen haben jedoch ergeben, dass die Knappheit von Benzin und Diesel künstlich aufgebauscht sein könnte und nicht der Realität entsprechen muss. Bereits während des Tankrabatts von Juni bis August gab es Vermutungen, wonach die Mineralölkonzerne von der aktuellen Krise profitieren würden.

Quellen


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