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Automatik vs. Schaltgetriebe: Wer gewinnt den Vergleich?

VW Golf R „20 Years“ und das erste R-Modell VW Golf IV R32 (2002)
VW Golf R „20 Years“ und das erste R-Modell VW Golf IV R32 (2002); Quelle: Pressefoto

Damit ein Auto einen Gangwechsel durchführen kann, verbauen die Hersteller ein Getriebe. Die grobe Einteilung erfolgt in Automatik– und Schaltgetriebe. Man muss sich also zunächst für eines davon entscheiden, erledigt ist das Thema damit aber noch nicht. Früher wäre es so gewesen, doch heute ist die Anzahl an Getriebevarianten deutlich größer.

Eine sehr oft gestellte Frage ist auch, welches Getriebe besser ist. Wer eine eindeutige Antwort erwartet, der muss leider enttäuscht werden. In der Vergangenheit wäre es vielleicht so gewesen, doch die Entwicklung hat große Fortschritte gemacht und deshalb spielen die Erwartungen und die Fahrtstrecken die Hauptrolle. Einer fährt zum Beispiel überwiegend Autobahn und der andere will so komfortabel wie möglich durch den Stadtverkehr. Alle Varianten haben ihre Stärken, die man vor einer Entscheidung kennen sollte. Am Ende kristallisiert sich dann auch recht eindeutig ein persönlicher Gewinner hervor.

Schaut man sich auf dem Automarkt um, dann ist das Schaltgetriebe noch immer der Standard. Ausnahmen stellen allerdings Plug-In-Hybride und Elektromodelle dar, die immer mit einem Automatikgetriebe ausgestattet sind. Soll der neue Wagen statt der manuellen Schaltung eine Automatik haben, dann wird in der Regel ein Aufpreis fällig. Die Preisspanne ist jedoch riesig und reicht von 300 bis 5.000 Euro. Entscheidend ist nämlich nicht nur die gewählte Schaltungsvariante, sondern auch das Fahrzeugmodell hat einen Einfluss auf den Preis. Für Autohändler ein gutes Argument, um Kund:innen eine Automatikschaltung zu empfehlen. Leasingangebote haben mit dem Ganzen natürlich auch zu tun, denn beim Autoleasen kann man ebenfalls zwischen den beiden Getriebearten entscheiden. Die Wahl kann beispielsweise auf einen Opel fallen.

Tipp: Rund um dieses Thema gibt es viele Mythen. Man sollte daher nicht alles glauben, sondern sich im Zweifel genauer informieren.

Das manuelle Schaltgetriebe

Diese Form des Gangwechsels beim Auto kennt wohl jeder. Bei einem Schaltgetriebe muss der Fahrer von Hand die Gänge wechseln und dabei die Kupplung drücken. Meistens sind 5 oder 6 Gänge vorhanden. Der Benzinverbrauch ist gering, es fällt kein Aufpreis an und das Fahrerlebnis kann individuell gestaltet werden. Vor allem für sportliches Fahren wird das Schaltgetriebe bevorzugt. Die Nachteile sind im Stadtverkehr und bei Stop-and-Go-Situationen zu finden, außerdem ist es für die Effizienz der Fahrer verantwortlich.

Die verschiedenen Automatikvarianten

Automatisiertes Schaltgetriebe:
Soll es einfach und preiswert sein, dann ist das automatisierte Schaltgetriebe zu nennen. Man muss selber nicht mehr schalten, von komfortabel kann aber keine Rede sein. Diese Lösung ist nämlich recht träge und Zugkraftunterbrechungen stehen an der Tagesordnung. Wenn Vorurteile stimmen, dann treffen sie hier zu. Heutzutage ist diese Lösung kaum mehr anzutreffen (im Neuwagenbereich).

CVT-Getriebe:
Diese Ausführung kommt überwiegend bei Motorrollern und nur sehr selten in Personenkraftwagen zum Einsatz. Ford arbeitet beispielsweise mit CVT-Getrieben. Das liegt vor allem an der Akustik, die sich in einem unangenehmen und starken Motorheulen widerspiegelt (viele werden das typische Motorengeräusch der Motorroller beim Gas geben kennen). Schuld sind die untypischen Drehzahlbereiche, in denen der Motor läuft. Die stufenlose Konstruktion (keine festen Gänge) ist vergleichsweise effizient und günstig, trotzdem wird sie auch zukünftig nicht vermehrt in Pkws zu finden sind.

Wandlerautomatik:
Geht es um die gängigste Variante, dann hat die Wandlerautomatik das Sagen. Sie wird am meisten eingesetzt, was am komfortablen und sanften Fahren liegt. Stärken hat diese Technik aber auch bei Steigungen und beim Ziehen eines Anhängers. Nachteile sind der Preis, der Platzbedarf und der höhere Kraftstoffverbrauch (verglichen mit einem Schaltgetriebe).

Doppelkupplungsgetriebe:
Soll es besonders sportlich zur Sache gehen, dann ist das Doppelkupplungsgetriebe Pflicht. Es vereint das Beste aus beiden Welten (Schalt- und Automatikgetriebe), vom Aufbau her kommen zwei Kupplungen zum Einsatz. Einmal für die geraden Gänge und einmal für die ungeraden Gänge. Die schnellen Schaltvorgänge sind allerdings mit einem vergleichsweise hohen Aufpreis verbunden.

TipTronic:
Die VW/Audi-Gruppe bietet eine eigene Lösung namens TipTronic an. Dahinter verbirgt sich ein Automatikgetriebe, das manuelle Gangwechsel zulässt. Für den Fahrer bedeutet das mehr Individualität, auch ungeübte Anfänger werden damit ihre Freude haben. Beim Autoleasen sollte bei Interesse TipTronic vorher ausprobiert werden.

Der Gewinner ist…

Egal, ob man sich für Leasingangebote oder für einen Kauf mit voller Bezahlung entscheidet, die Frage nach der Getriebeart stellt sich immer. Im hier durchgeführten Vergleich zwischen Automatik- und Schaltgetriebe ist zunächst die Frage zu beantworten, wie das Auto verwendet wird.

Ist der meiste Weg die Autobahn, möchte man keinen Aufpreis bezahlen und holt einem manchmal der sportliche Fahrstil ein, dann ist das Schaltgetriebe der Gewinner. Auch in Sachen Kraftstoffverbrauch steht man gut da, wobei dieser Aspekt maßgeblich vom Fahrer beeinflusst wird.

Im Stadtverkehr, bei vielen Stop-and-Go-Fahrten und einem bevorzugt entspannten und komfortablen Fahren macht ein Automatikgetriebe mehr Sinn. Man muss sich nicht um das Schalten kümmern, was vor allem in der Stadt für einen deutlichen Komfortsprung sorgt. Die verschiedenen Automatikvarianten schaffen außerdem eine Auswahl, um die perfekte Lösung für den eigenen Fahrstil zu finden. Die deutliche Mehrheit wird sich wahrscheinlich für die Wandlerautomatik entscheiden.


Themen des Beitrags:
Getriebe

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