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VW-Dauerkrise: Porsche-Abschreibungen verbrennen Milliarden

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- Die VW-Dauerkrise vertieft sich weiter: Der Volkswagen-Konzern hat im dritten Quartal 2026 einen Verlust von rund 5,82 Milliarden Euro verbucht.
- Vor allem hohe Sonderbelastungen im Zusammenhang mit der Sportwagentochter Porsche, rückläufige Verkäufe in China und Kosten für den Konzernumbau drückten das Ergebnis tief in die roten Zahlen.
- Gleichzeitig gingen Umsatz und Fahrzeugabsatz deutlich zurück.
Bei VW wird es nicht besser: Das jüngst vorgelegte Zahlenwerk zu den ersten drei Quartalen ist kaum dazu geeignet, die massiven Zukunftssorgen von Vorstand und Beschäftigten auch nur ansatzweise zu mildern. Bereits im Vorjahresquartal hatte der Wolfsburger Autobauer einen Verlust ausgewiesen. Dieser fiel mit rund 1,07 Milliarden Euro allerdings erheblich geringer aus. Im dritten Quartal 2026 summierten sich die Sonderbelastungen auf insgesamt 7,8 Milliarden Euro.
Porsche-Abschreibung belastet VW mit 6,4 Milliarden Euro
Den größten Anteil an den Sonderbelastungen hatte eine Wertberichtigung auf den Firmenwert der Porsche-Sparte. Volkswagen musste rund 6,4 Milliarden Euro abschreiben, nachdem die Erwartungen an die künftige Geschäftsentwicklung der Sportwagenmarke gesenkt worden waren.
Die Abschreibung ist nicht zahlungswirksam, wirkt sich aber unmittelbar auf das operative Konzernergebnis aus. Porsche hatte über viele Jahre zu den profitabelsten Marken des Volkswagen-Konzerns gehört, kämpft inzwischen jedoch mit erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten.
Besonders die schwache Nachfrage in China, die US-Zollpolitik und Änderungen an der bisherigen Elektrostrategie belasten die Stuttgarter. Zwar hatten sich die Geschäftszahlen zuletzt stabilisiert, die langfristigen Ertragsaussichten werden inzwischen jedoch zurückhaltender bewertet.
Neben den Problemen bei Porsche nennt Volkswagen den zunehmenden internationalen Preis- und Wettbewerbsdruck als Ursache für die schwache Geschäftsentwicklung. Auch der steigende Anteil von Elektrofahrzeugen mit vergleichsweise niedrigen Gewinnmargen wirkt sich auf die Profitabilität aus.
China-Geschäft bricht um fast 40 Prozent ein
Deutlich rückläufig entwickelte sich der Fahrzeugabsatz. Zwischen Juli und September lieferte Volkswagen konzernweit rund 1,89 Millionen Autos aus. Das entspricht einem Rückgang von 14,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Besonders stark fiel das Minus in China aus. Auf dem weltweit größten Automarkt verkaufte der Konzern im dritten Quartal nur noch knapp 406.000 Fahrzeuge. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Einbruch von 38,5 Prozent.
Auch die Neunmonatsbilanz zeigt die schwierige Lage. Von Januar bis September lieferte Volkswagen gut sechs Millionen Fahrzeuge aus. Damit gingen die Verkäufe im Jahresvergleich um rund 600.000 Einheiten beziehungsweise neun Prozent zurück.
Der Konzernumsatz sank im dritten Quartal um 6,3 Prozent auf rund 75,28 Milliarden Euro. Neben den geringeren Verkaufszahlen belastete auch die veränderte Zusammensetzung des Fahrzeugabsatzes die Geschäftsentwicklung.
Volkswagen senkt Gewinnerwartungen drastisch
Angesichts der anhaltenden Schwierigkeiten hatte das Management um Konzernchef Oliver Blume bereits Mitte September die Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026 deutlich reduziert.
Volkswagen erwartet inzwischen nur noch eine operative Umsatzrendite von maximal einem Prozent. Ursprünglich hatte der Konzern mit einer Marge zwischen vier und 5,5 Prozent gerechnet. Im vergangenen Geschäftsjahr lag die operative Rendite bei 2,8 Prozent.
Auch die Umsatzentwicklung bleibt schwach. Für das Gesamtjahr rechnet Volkswagen mit Erlösen von rund 315 Milliarden Euro. Das wäre weniger als im Vorjahr, als der Konzern einen Umsatz von 321,9 Milliarden Euro erzielt hatte.
Die Umsatzprognose war bereits im Juli gesenkt worden. Statt des ursprünglich erwarteten Wachstums von bis zu drei Prozent geht Volkswagen inzwischen von einer Entwicklung zwischen einem Rückgang um drei Prozent und einem unveränderten Umsatz aus.
Konzernumbau bleibt zentrale Herausforderung
Die aktuellen Quartalszahlen verdeutlichen den wirtschaftlichen Druck, unter dem Volkswagen steht. Neben den Problemen auf dem chinesischen Markt und den hohen Sonderbelastungen muss der Konzern seine Kostenstrukturen anpassen und gleichzeitig in neue Fahrzeugtechnologien investieren.
Insbesondere die Entwicklung bei Porsche und die schwache Nachfrage in China dürften für den weiteren Geschäftsverlauf entscheidend bleiben. Die bereits gesenkte Gewinnprognose zeigt, dass Volkswagen für das laufende Jahr kaum noch mit einer nennenswerten operativen Marge rechnet.
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