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Vollsperrung

Vollsperrung der A40: Suche nach Fliegerbomben wird zur Geduldsprobe für Autofahrer

Autobahn bei Nacht
Autobahn bei Nacht, Quelle: Unsplash
    • Autofahrer im Ruhrgebiet müssen sich auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen.
    • Die wichtige Ost-West-Verbindung A40 wird zwischen Duisburg und Essen für zehn Tage vollständig gesperrt.
    • Grund ist die Suche nach möglichen Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg.

Das dürfte für erheblichen Unmut und jede Menge Staus im Ruhrgebiet sorgen: Die A40 wird für 10 Tage voll gesperrt. Die Sperrung betrifft den Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Mülheim-Heißen und Mülheim-Winkhausen in beiden Fahrtrichtungen. Sie beginnt am Freitag um 21 Uhr und soll bis zum 22. Juni andauern.

Suche nach Weltkriegsbomben ist sehr arbeitsintensiv

Obwohl die eigentlichen Arbeiten nur einen rund 20 Meter langen Bereich betreffen, ist der Aufwand erheblich. Nach Angaben der Autobahn GmbH, aus denen Medienberichte zitieren, muss zunächst die Fahrbahn zurückgebaut werden, damit Spezialisten den Untergrund auf Bomben und andere Kampfmittel untersuchen können. Anschließend wird die Fahrbahn wieder hergestellt. Eine kürzere Sperrung sei deshalb nicht möglich.

A40 ohnehin schon chronisch staugeplagt

Die A40 zählt zu den meistbefahrenen Verkehrsachsen im Ruhrgebiet. Auf dem betroffenen Abschnitt sind täglich zwischen 80.000 und 90.000 Fahrzeuge unterwegs. Die Strecke gilt seit Jahren als stark belastet und soll künftig durchgehend sechsspurig ausgebaut werden.

Während der Sperrung wird der Verkehr weiträumig umgeleitet. Besonders problematisch ist dabei, dass gleichzeitig am Autobahnkreuz Kaiserberg umfangreiche Bauarbeiten laufen. Der Fernverkehr muss deshalb einen deutlich längeren Umweg in Kauf nehmen.

Fahrzeuge in Richtung Essen werden bereits am Kreuz Duisburg über die A59, die A524 und die A52 umgeleitet. Dadurch verlängert sich die normalerweise rund 20 Kilometer lange Strecke auf fast 40 Kilometer. Für die Gegenrichtung gilt eine vergleichbare Umleitung.

Innerhalb von Mülheim an der Ruhr werden zusätzliche Ausweichrouten über das städtische Straßennetz eingerichtet. Die Verkehrsführung wurde laut Autobahn GmbH mit der Stadt abgestimmt.

Die Sperrung steht im Zusammenhang mit den langfristigen Ausbauplänen für die A40. Zwischen Duisburg und Essen soll die Autobahn in den kommenden Jahren durchgehend auf sechs Fahrstreifen erweitert werden. Dazu müssen in dem dicht besiedelten Gebiet insgesamt 16 Brücken neu gebaut werden. Die Bauarbeiten werden sich voraussichtlich über mehrere Jahre erstrecken, größere Vollsperrungen sollen jedoch die Ausnahme bleiben.


Themen des Beitrags:
Verkehr

Über den Autor

Roman van Genabith

Roman van Genabith ist Journalist und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte liegen auf Elektromobilität, Automobilwirtschaft, Marktentwicklungen und Mobilitätspolitik. Dabei ordnet er aktuelle Entwicklungen auch anhand ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein.

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