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Umstrukturierung: Hyundai baut Geschäft für smarte Ladelösungen um

Frau an Ladestation
Frau an Ladestation, Bild: unsplash
    • Hyundai bündelt seine Aktivitäten rund um intelligentes Laden und bidirektionale Energiedienste künftig unter der neuen Marke „AllDayEnergy“.
    • Das Angebot soll Smart Charging sowie die Technologien Vehicle-to-Grid (V2G) und Vehicle-to-Home (V2H) umfassen.
    • Der Marktstart ist für das zweite Halbjahr zunächst in Großbritannien geplant.

Hyundai strukturiert seine Unternehmensfelder im Bereich Ladestrukturen für Elektroautos um. Zum Start der Neuordnung konzentriert sich Hyundai laut Unternehmensangaben auf Smart Charging nach dem V1G-Prinzip. Dabei wird der Ladevorgang von Elektroautos automatisch an Faktoren wie Strompreise, Netzbelastung oder individuelle Nutzerpräferenzen angepasst. Später soll das Angebot um bidirektionale Funktionen erweitert werden. Diese ermöglichen es, die Fahrzeugbatterie als Energiespeicher für das öffentliche Stromnetz (V2G) oder die Stromversorgung des eigenen Hauses (V2H) zu nutzen.

Vorreiter ist Großbritannien

In Großbritannien wird AllDayEnergy zunächst über die Kia-App eingeführt. Anschließend plant Hyundai die Ausweitung des Angebots auf weitere europäische Märkte, die USA und Südkorea.

Mit der neuen Plattform will Hyundai seine Energiedienste markenübergreifend vereinheitlichen und Elektrofahrzeuge stärker in das Energiesystem integrieren. Ziel ist es, Kunden einen zentralen Zugang zu intelligenten Lade- und Energielösungen zu bieten und gleichzeitig die Nutzung erneuerbarer Energien sowie die Stabilität der Stromnetze zu unterstützen.

Hyundai möchte Stromnetze und Kunden entlasten

Nach Angaben von Woong Tae Hwang, Leiter der EV Energy Strategy Group bei Hyundai, soll AllDayEnergy weltweit ausgebaut werden. Nutzer sollen dadurch ihren Energieverbrauch optimieren, Stromkosten senken und gleichzeitig zur Entlastung der Stromnetze beitragen können.

Erfahrungen mit den Technologien hat Hyundai bereits in mehreren Pilotprojekten gesammelt. Auf der südkoreanischen Insel Jeju läuft derzeit ein groß angelegter V2G-Test. In den USA wurden V2H-Anwendungen unter anderem als Notstromversorgung bei Waldbränden erprobt. Auch in den Niederlanden testete das Unternehmen Smart-Charging- und V2G-Dienste, die auf dynamische Strompreise reagieren.

Die neuen Funktionen werden direkt in die Fahrzeug-Apps von Hyundai und Kia integriert. Dadurch sollen Kunden die Energiedienste ohne zusätzliche Software oder externe Anwendungen nutzen können.


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