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Tesla legt FSD-Daten für Europa offen: EU-Abstimmung im Oktober möglich

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Tesla, Bild: Pixabay

Tesla hat sein sogenanntes Article-39-Evidence-Dashboard für das Fahrerassistenzsystem FSD Supervised öffentlich zugänglich gemacht. Das umfangreiche Datenpaket dient als Begründung gegenüber europäischen Behörden, um bestimmte Ausnahmen von der UN-Regelung R171 zu erwirken. Neben Ergebnissen aus strukturierten Tests liefert das Dashboard auch detaillierte Einblicke in die Erprobung auf deutschen Straßen.

Umfangreiche Testfahrten in Deutschland

Besonders für den deutschen Markt enthalten die Unterlagen interessante Zahlen: Im Rahmen des regulatorischen Erprobungsprogramms weist Tesla für Deutschland mittlerweile 193.805 Meilen aus – das entspricht rund 312.000 Testkilometern mit FSD Supervised. Europaweit kommt die herstellereigene Entwicklungsflotte bei der Validierung des Systems auf knapp eine Million Meilen. Zudem meldet der Hersteller bei mehr als 230.000 Szenariotests in sechs europäischen Städten keine sicherheitskritischen Vorfälle. Methodisch weist Tesla selbst darauf hin, dass die Beobachtungsdaten nicht vollständig für externe Faktoren wie Wetter, Verkehrsdichte, Tageszeit oder die Komplexität der jeweiligen Verkehrssituation kontrolliert sind.

Erfahrungen von 70.000 Kunden in fünf EU-Staaten

Ergänzend dazu veröffentlichte der Automobilhersteller am 1. September 2026 neue Daten aus dem realen Kundenbetrieb. Demnach nutzen in den fünf EU-Ländern Niederlande, Dänemark, Belgien, Estland und Litauen derzeit mehr als 70.000 Kunden FSD Supervised. Täglich legen diese Fahrzeuge dort zusammengenommen mehr als eine Million Kilometer zurück. Über eine Gesamtdistanz von rund 100 Millionen Kilometern seien Fahrzeuge mit aktiviertem Assistenzsystem laut Tesla 4,1-mal seltener in Kollisionen verwickelt gewesen als manuell gesteuerte Modelle der Marke. Diese Statistik stellt eine reine Herstellerangabe dar und ist kein unabhängiger Sicherheitsnachweis.

Fahrer bleibt verantwortlich – mögliche Abstimmung im Oktober

FSD Supervised bleibt ein Fahrerassistenzsystem der Stufe Level 2, bei dem die fahrende Person jederzeit die volle Verantwortung trägt. Die niederländische Zulassungsbehörde RDW hat bereits eine Ausnahmegenehmigung erteilt, deren Gültigkeit zunächst auf die Niederlande beschränkt ist. Für eine grenzüberschreitende Nutzung in allen EU-Mitgliedstaaten sind weitere Schritte erforderlich: Die RDW muss den entsprechenden Antrag bei der Europäischen Kommission einreichen, woraufhin die Mitgliedstaaten über die EU-weite Zulassung der beantragten Ausnahmen abstimmen. Laut Tesla könnte diese Abstimmung bereits am 6. Oktober 2026 stattfinden. Eine offizielle Bestätigung der Europäischen Kommission oder eine entsprechende öffentlich zugängliche Tagesordnung liegt für diesen Termin bislang jedoch nicht vor.


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