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Studie beweist es: Porschefahrer im Verkehr besonders rücksichtslos

Porsche 911
Porsche 911; Quelle D Panyukov auf Unsplash

Fahrer eines Porsche oder BMW erwerben mit ihrem Luxusfahrzeug doch zugleich auch eine eingebaute Vorfahrt; Oder… oder? Eine Studie scheint diese weit verbreitete Annahme nun zu bestätigen – und noch mehr.

Fahrer leistungsstarker Autos haben überdurchschnittlich häufig Einträge im Fahreignungsregister in Flensburg. Das geht aus einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox hervor. Besonders deutlich fällt der Unterschied bei Porsche aus: Fahrerinnen und Fahrer der Marke haben demnach 71 Prozent häufiger Punkte als der Durchschnitt.

Grundlage der Auswertung sind Angaben von Verbrauchern, die über Verivox eine Kfz-Versicherung abschließen. Dabei werden sie unter anderem nach bestehenden Einträgen im Fahreignungsregister gefragt.

Mit deutlichem Abstand hinter Porsche folgen Range-Rover-Fahrer. Bei ihnen liegt die Häufigkeit von Punkten laut Verivox 29 Prozent über dem Durchschnitt. Tesla folgt mit 26 Prozent. Auch Fahrer von BMW und Audi weisen in der Auswertung überdurchschnittlich häufig Einträge auf. Insgesamt sind insbesondere Besitzer von Oberklassefahrzeugen und Sportwagen stärker vertreten.

Geschwindigkeitsverstöße häufigster Grund für Punkte

Verivox sieht einen Zusammenhang mit der Motorleistung vieler Fahrzeuge der im Ranking weit vorne vertretenen Hersteller. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes gehören Geschwindigkeitsüberschreitungen zu den häufigsten Gründen für Punkte im Fahreignungsregister.

Beim Abschluss einer Kfz-Versicherung müssen Versicherungsnehmer bestehende Punkte angeben, sofern der Versicherer danach fragt. Verivox weist darauf hin, dass falsche Angaben Konsequenzen haben können. Je nach Fall seien unter anderem Leistungskürzungen oder finanzielle Forderungen des Versicherers möglich.

Punkte für PS-Protzer nicht wirklich schmerzhaft

Finanziell wirkt sich ein vorhandener Punkteeintrag nach Angaben des Vergleichsportals häufig nur begrenzt auf den Versicherungsbeitrag aus. Günstige Tarife verteuern sich demnach im Durchschnitt um etwa zwei Prozent.

Verivox rät deshalb davon ab, bestehende Einträge zu verschweigen. Die möglichen Folgen falscher Angaben könnten deutlich schwerer wiegen als der vergleichsweise geringe Aufschlag beim Versicherungsbeitrag.


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Über den Autor

Roman van Genabith

Roman van Genabith ist Journalist und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte liegen auf Elektromobilität, Automobilwirtschaft, Marktentwicklungen und Mobilitätspolitik. Dabei ordnet er aktuelle Entwicklungen auch anhand ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein.