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Stellantis treibt KI-basiertes autonomes Fahren voran

Stellantis und Wayve arbeiten an autonomen Fahrzeugen - Stellantis-Pressefoto
    • Stellantis und das britische KI-Unternehmen Wayve wollen auf der „Wave by Vento 2026“ in Turin neue Entwicklungsfahrzeuge für automatisiertes Fahren demonstrieren.
    • Die Veranstaltung findet vom 7. bis 9. Oktober statt.
    • Gezeigt werden unter anderem entsprechend ausgerüstete Prototypen des Fiat 500e und Maserati Grecale.

Stellantis engagiert sich weiter im Bereich autonomer Fahrzeuge. Hierzu hat man sich das KI-Startup Wayve mit ins Boot geholt und arbeitet gemeinsam an neuen Prototypen. In den Fahrzeugen kombiniert Stellantis seine Technologieplattform STLA AutoDrive mit dem Wayve AI Driver. Damit soll überwachtes automatisiertes Fahren nach Level 2++ möglich sein. Die Prototypen können unter realen Bedingungen Strecken von Tür zu Tür bewältigen, ohne dass der Fahrer permanent eingreifen muss. Die Verantwortung verbleibt bei diesem Automatisierungsgrad jedoch beim Fahrer, der das System überwachen und bei Bedarf übernehmen muss.

Technik soll sich auf unterschiedliche Modelle übertragen lassen

Die beiden neuen Entwicklungsfahrzeuge bauen laut Unternehmensmitteilung auf einem Jeep Grand Cherokee auf, den Stellantis im Mai auf seinem Investor Day vorgestellt hatte. Mit Fiat 500e, Maserati Grecale und Jeep Grand Cherokee wird die technische Grundlage damit in drei deutlich unterschiedlichen Fahrzeugen und auf verschiedenen Plattformen erprobt.

Stellantis und Wayve wollen damit zeigen, dass die KI-basierte Fahrsoftware nicht für jedes Modell vollständig neu entwickelt werden muss. Langfristig könnte die Technik dadurch auf weitere Fahrzeugplattformen und Marken des Stellantis-Konzerns übertragen werden.

Erster Serieneinsatz für 2028 geplant

Die strategische Partnerschaft zwischen Stellantis und Wayve wurde im Mai 2026 angekündigt. Zunächst konzentrieren sich die Unternehmen auf überwachtes automatisiertes Fahren auf Autobahnen und im Stadtverkehr. Die erste Produkteinführung ist für 2028 in Nordamerika vorgesehen.

Auf der Veranstaltung in Turin wollen Stellantis-Chef Antonio Filosa und Wayve-Mitgründer Alex Kendall zudem über die weitere Entwicklung KI-gestützter Mobilität sprechen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie entsprechende Systeme in größerem Maßstab in Serienfahrzeuge integriert werden können.

Stellantis sieht in der Technologie vor allem eine Möglichkeit, den Fahrer im Alltag zu entlasten. Gleichzeitig soll eine gemeinsame technische Basis genutzt werden, ohne die unterschiedlichen Eigenschaften und Positionierungen der einzelnen Konzernmarken aufzugeben. Die auf der Veranstaltung eingesetzten Entwicklungsfahrzeuge sind derzeit nicht als entsprechende Serienmodelle in Deutschland bestellbar.


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Über den Autor

Roman van Genabith

Roman van Genabith ist Journalist und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte liegen auf Elektromobilität, Automobilwirtschaft, Marktentwicklungen und Mobilitätspolitik. Dabei ordnet er aktuelle Entwicklungen auch anhand ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein.

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