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Škoda Peaq: Elektro-Siebensitzer startet unter 50.000 Euro

Mehr Platz als im Kodiaq, bis zu sieben Sitzplätze und eine Reichweite von mehr als 600 Kilometern: Mit dem neuen Škoda Peaq wächst die tschechische Marke in eine neue Größenklasse. Das vollelektrische SUV ist 4,87 Meter lang, wird zum neuen Flaggschiff der Modellpalette und startet überraschend knapp unter der Marke von 50.000 Euro. Für den Peaq 60 verlangt Škoda mindestens 49.900 Euro.
Damit tritt der Peaq nicht nur gegen klassische Familien-SUVs an, sondern auch gegen große Elektroautos wie den Kia EV9, Peugeot E-5008 oder Hyundai Ioniq 9. Seine stärksten Argumente bleiben jedoch typisch Škoda: viel Platz, ein flexibler Innenraum und zahlreiche praktische Lösungen.
Sieben Sitze für Familie und Freizeit
Käufer können den Peaq als Fünf- oder Siebensitzer bestellen. Der fast drei Meter lange Radstand schafft ausreichend Raum für drei Sitzreihen. Selbst bei voller Bestuhlung bleiben im Siebensitzer noch 299 Liter Kofferraumvolumen übrig. Unter der Fronthaube befindet sich zusätzlich ein 37 Liter großer Frunk für Ladekabel und kleineres Gepäck.
Ohne dritte Sitzreihe wird der Peaq zum besonders geräumigen Reiseauto. In der fünfsitzigen Konfiguration fasst der Kofferraum bis zu 935 Liter. Damit übertrifft das Elektro-SUV viele klassische Kombis und dürfte auch größere Urlaubsfahrten oder Familienausflüge problemlos bewältigen.
Der Innenraum soll nicht nur großzügig, sondern auch komfortabel ausfallen. Ein vertikal angeordneter 13,6-Zoll-Touchscreen übernimmt die zentrale Bedienung. Hinzu kommen ein digitales Fahrerdisplay, ein optionales Augmented-Reality-Head-up-Display und ein Soundsystem von Sonos.
Drei Antriebe und mehr als 600 Kilometer Reichweite
Zum Marktstart stehen drei Varianten bereit. Das Basismodell Peaq 60 nutzt einen 63 kWh großen Akku und einen 150 kW starken Elektromotor an der Hinterachse. Das entspricht 204 PS. Der Einstiegspreis liegt bei 49.900 Euro.
Darüber folgen der Peaq 90 mit Hinterradantrieb und der Peaq 90x mit Allradantrieb. Beide verwenden eine 91 kWh große Batterie. Der Peaq 90 leistet 210 kW, also 286 PS. Beim Topmodell Peaq 90x stehen 220 kW beziehungsweise 299 PS zur Verfügung.
Mit der großen Batterie sollen mehr als 600 Kilometer nach WLTP möglich sein. Für den Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent nennt Škoda rund 28 Minuten. Das Basismodell benötigt dafür etwa 27 Minuten. Damit zählt der Peaq nicht zu den absoluten Lade-Rekordhaltern, bleibt aber langstreckentauglich.
Ein großes SUV mit typischen Škoda-Ideen
Auch beim Peaq setzt die Marke auf ihre bekannten Simply-Clever-Lösungen. Dazu gehören unter anderem ein elektrisches Laderaumrollo, USB-Anschlüsse in der dritten Reihe, ein Displayreiniger, ein klappbarer Tisch sowie ein QR-Code im Kofferraum, der zu Erklärvideos über die optimale Nutzung des Stauraums führt.
Neu sind bündig integrierte Türgriffe, die während der Fahrt in der Karosserie verschwinden. Optional bietet Škoda außerdem das größte Panorama-Glasdach an, das jemals in einem Modell der Marke verbaut wurde. Neun einzeln steuerbare Segmente ermöglichen eine variable Verdunkelung.
Für längere Reisen steht ein Relax-Paket bereit. Es kombiniert ergonomische Sitze mit Massagefunktion, elektrisch ausfahrbaren Beinstützen und verschiedenen Entspannungsprogrammen. Beleuchtung, Klimatisierung und Massage werden dabei automatisch aufeinander abgestimmt.
Der Peaq kann auch als Stromspeicher dienen
Neben der Vehicle-to-Load-Funktion, mit der sich externe Geräte oder E-Bikes versorgen lassen, unterstützt der Peaq auch bidirektionales Laden. In Verbindung mit einer passenden Wallbox kann das Auto Strom an das eigene Haus zurückgeben und damit als mobiler Energiespeicher dienen.
Gerade bei einem 91 kWh großen Akku entsteht daraus ein interessanter Zusatznutzen. Der Peaq kann nicht nur als Familienauto dienen, sondern gespeicherte Energie bei Bedarf auch wieder bereitstellen.
Fazit: Škoda greift eine Klasse höher an
Der Škoda Peaq ist mehr als ein größerer Enyaq. Er markiert den Einstieg der Marke in das Segment großer elektrischer Familien-SUVs und übernimmt zugleich die Rolle des neuen Flaggschiffs.
Sieben Sitze, mehr als 600 Kilometer Reichweite und ein Einstiegspreis von 49.900 Euro ergeben ein interessantes Gesamtpaket. Damit bleibt der Peaq zwar kein günstiges Auto, wirkt im Vergleich zu ähnlich großen Elektro-SUVs aber überraschend vernünftig kalkuliert.
Ob der Peaq tatsächlich zum elektrischen Familienfavoriten wird, hängt auch von Ausstattung, realer Reichweite und Lieferzeiten ab. Die Voraussetzungen stimmen jedoch: viel Platz, moderne Technik und ein Preis, der die Konkurrenz unter Druck setzen könnte.
Škoda
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