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Lkw-Sonntagsfahrverbot: Verkehrsminister erwägt Aufhebung wegen Niedrigwassers

Der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) schließt angesichts des akuten Niedrigwassers auf deutschen Wasserstraßen nicht aus, gesetzliche Regelungen im Verkehrssektor vorübergehend auszusetzen. Das Sonntagsfahrverbot für Lkws könnte demnach ausgesetzt werden.
Update 28. August 2026: Mehrere Bundesländer setzen Fahrverbot tatsächlich aus
Inzwischen haben zahlreiche Bundesländer auf das anhaltende Niedrigwasser reagiert und Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw eingeführt. Die Regelungen betreffen vor allem Transporte, die wegen eingeschränkter Binnenschifffahrt auf die Straße verlagert werden müssen. In Rheinland-Pfalz sowie inzwischen auch in Berlin und Brandenburg gelten entsprechende Ausnahmen bis zum 30. September 2026. Teilweise wurden die Erleichterungen zudem auf Großraum- und Schwertransporte ausgeweitet. Das reguläre Sonntagsfahrverbot bleibt grundsätzlich bestehen; eine bundesweit pauschale Aufhebung gibt es nicht.
Maßnahmen für die Binnenschifffahrt
Im Vorfeld eines Krisentreffens mit Vertretern der Binnenschifffahrt äußerte sich der Minister im Fernsehsender phoenix zur aktuellen Lage. Um den Warentransport kurzfristig auf die Straße und die Schiene verlagern zu können, zieht Bilger die Aufhebung von Sonn- und Feiertagsfahrverboten für Lkw in Betracht. Er betonte, dass es für das Niedrigwasserproblem keine einfache Lösung gebe und man sich im Zuge des Klimawandels auf ein häufigeres Auftreten dieser Situation einstellen müsse. Mittelfristig könnten der Umbau von Schiffen sowie punktuelle Anpassungen von Fahrrinnen helfen. Generelle Ausbaumaßnahmen der Wasserwege seien jedoch kein Allheilmittel; der Minister versprach zudem, dass keine Maßnahmen ergriffen würden, die der Umwelt schaden.
Investitionen in die Infrastruktur
Grundsätzlich sieht Bilger die deutsche Infrastruktur branchenübergreifend nicht auf dem Stand, den man erwarten sollte. Der Bundeskanzler habe ihm bei seinem Amtsantritt den klaren Auftrag erteilt, dieses generelle Infrastrukturproblem kraftvoll anzugehen. Der Verkehrsminister blickt dabei positiv in die Zukunft, da bis zum Jahr 2029 Haushaltsmittel in Höhe von 170 Milliarden Euro für Infrastrukturmaßnahmen zur Verfügung stehen. Zudem sollen neue gesetzliche Regelungen dabei helfen, Bauprojekte spürbar zu beschleunigen.
Politik
Über den Autor
Fabian Schwarzenbach
Fabian Schwarzenbach ist Journalist, Podcaster und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte sind Elektromobilität, neue Modelle, Fahrzeugtechnik und Digitalisierung. Bekannt ist er außerdem als Moderator des Apple-Podcasts „Apfelplausch“.Jetzt leasen!
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