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Range Rover wird elektrisch: 550 PS, 600 km Reichweite und riesiger 118-kWh-Akku

Range Rover Electric
Range Rover Electric; Quelle: Pressefoto

Eine britische Luxus-Ikone verabschiedet sich erstmals vollständig vom Verbrennungsmotor. Mit dem Range Rover Electric präsentiert Range Rover den ersten vollelektrischen Range Rover der Unternehmensgeschichte. Dabei soll der Stromer nicht einfach nur besonders komfortabel und leise fahren, sondern weiterhin genau das können, wofür die Baureihe seit Jahrzehnten bekannt ist: luxuriös reisen und dort weiterfahren, wo normale SUVs längst umdrehen müssen.

Technisch fährt Range Rover dafür ordentlich auf. Zwei Elektromotoren sorgen für 550 PS und 850 Nm Drehmoment, während eine riesige Batterie für die notwendige Energie sorgt.

118,5-kWh-Akku bringt bis zu 600 Kilometer Reichweite

Im Unterboden sitzt eine selbst entwickelte Lithium-Ionen-Batterie mit 118,5 kWh nutzbarer Kapazität. Der Akku besteht aus 344 prismatischen Zellen und arbeitet mit einer modernen 800-Volt-Architektur.

Damit erreicht der Range Rover Electric nach WLTP bis zu 600 Kilometer Reichweite. Für den tatsächlichen Alltag kalkuliert der Hersteller selbst etwas vorsichtiger und nennt bis zu rund 535 Kilometer.

Trotz des gewaltigen Akkus sollen längere Ladestopps vermieden werden. An einer entsprechend leistungsfähigen 350-kW-Schnellladesäule dauert der Sprung von 10 auf 80 Prozent lediglich rund 22 Minuten. Innerhalb von zehn Minuten sollen bis zu 220 Kilometer WLTP-Reichweite nachgeladen werden können.

Auch zu Hause ist der Range Rover ungewöhnlich großzügig ausgelegt. Über einen 22-kW-AC-Anschluss soll eine vollständige Ladung in etwa sieben Stunden möglich sein.

Elektroantrieb soll den Range Rover sogar geländegängiger machen

Interessant wird die Elektrifizierung abseits asphaltierter Straßen. Range Rover möchte ausdrücklich keinen Luxus-Stromer bauen, der nur vor dem Hotel eine gute Figur macht.

Der Range Rover Electric kann laut Hersteller durch bis zu 900 Millimeter tiefes Wasser fahren. Die elektrische Traktionsregelung reagiert erheblich schneller als ein klassisches mechanisches System und verteilt die Kraft praktisch unmittelbar zwischen den Rädern. Steigungen von bis zu 45 Grad sollen ebenfalls möglich sein.

Selbst die Anhängelast bleibt beachtlich. Bis zu 2.500 Kilogramm darf der elektrische Range Rover ziehen. Eine spezielle Reichweitenprognose soll dabei berücksichtigen, wie stark ein Anhänger den Energieverbrauch beeinflusst.

Bekannter Luxus, ungewöhnlich leise

Optisch bleibt Range Rover seiner bisherigen Linie auffallend treu. Statt den ersten Stromer mit einem radikal futuristischen Design abzugrenzen, wurde die bekannte Karosserie lediglich aerodynamisch optimiert. Angepasste Räder, Unterbodenverkleidungen und eine aerodynamisch überarbeitete Front sollen die Effizienz verbessern.

Passend zur Elektroplattform will Range Rover gleichzeitig den Komfort weiter steigern. Der Hersteller bezeichnet den Electric als leisesten Range Rover aller Zeiten. Akustikverglasung, zusätzliche Antriebsisolierung und aktive Geräuschunterdrückung sollen im Innenraum besonders viel Ruhe schaffen.

Deutschland muss auf den Preis noch warten

In Großbritannien kann der Range Rover Electric bereits bestellt werden. Dort startet das Elektro-SUV bei 154.070 Pfund. Einen deutschen Listenpreis gibt es bislang noch nicht.

Auf der deutschen Range-Rover-Webseite kann das Modell bereits reserviert werden, die Homologation für Deutschland ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Entsprechend fehlen derzeit auch die endgültigen deutschen Verbrauchs- und Preisdaten.

Fest steht dagegen schon jetzt: Range Rover geht bei seinem ersten Elektroauto nicht den vorsichtigen Weg. 550 PS, 118,5 kWh Batterie, 600 Kilometer Reichweite und 22 Minuten Ladezeit sind eine Ansage. Noch spannender ist jedoch, dass der Elektroantrieb die traditionellen Eigenschaften des Luxus-SUVs nicht ersetzen soll. Er soll sie verbessern.

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Über den Autor

Christian Lahl

Christian Lahl ist Redakteur und Autor bei Sparneuwagen.de. Sein Schwerpunkt liegt auf Leasingangeboten, Fahrzeugdeals und aktuellen Entwicklungen der Automobilbranche. Dabei legt er besonderen Wert darauf, Angebote transparent einzuordnen und die wichtigsten Konditionen verständlich zusammenzufassen.

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