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Range Rover Sport Electric startet ab 93.500 Euro: Bis zu 550 PS und 609 km Reichweite

Im Juli gewährte Range Rover lediglich einen ersten Blick auf seinen kommenden Elektro-Sportler, jetzt liegen die Karten auf dem Tisch. Der Range Rover Sport Electric ist offiziell konfigurierbar und bringt deutlich mehr als nur einen elektrischen Antrieb mit. Zwei Leistungsstufen mit bis zu 550 PS, ein großer 118,5-kWh-Akku, maximal 609 Kilometer WLTP-Reichweite und eine 800-Volt-Architektur sollen den Luxus-SUV auch auf der Langstrecke konkurrenzfähig machen. Überraschend interessant fällt außerdem der Preis aus: In Deutschland startet der vollelektrische Range Rover Sport bei 93.500 Euro.
Damit wird aus der Ankündigung vom Sommer ein konkretes Serienauto. Range Rover hatte den elektrischen Sport damals beim Goodwood Festival of Speed erstmals in Aussicht gestellt, technische Einzelheiten jedoch weitgehend zurückgehalten. Nun zeigt sich, dass der Hersteller nicht einfach einen bestehenden Range Rover Sport mit Elektroantrieb versehen hat. Vor allem Batterie, Fahrwerk und Antriebssteuerung wurden auf die besonderen Anforderungen des Stromers abgestimmt.
Bis zu 550 PS statt V8-Sound
Zum Start stehen zwei Varianten bereit. Der Range Rover Sport EV450 leistet 331 kW beziehungsweise 450 PS, darüber positioniert sich der EV550 mit 405 kW oder 550 PS. Zwei Elektromotoren sorgen für elektrischen Allradantrieb.
Beim stärkeren EV550 stehen bis zu 850 Nm Drehmoment bereit. Mit aktiviertem Dynamic Launch beschleunigt der elektrische Luxus-SUV laut Hersteller in 4,5 Sekunden von null auf 100 km/h. Damit erreicht der Stromer Fahrleistungen, die problemlos zu einem Modell mit dem Zusatz „Sport“ passen.
Range Rover setzt dabei nicht allein auf brachiale Beschleunigung. Das Drehmoment zwischen den beiden Elektromotoren lässt sich innerhalb von nur 50 Millisekunden anpassen. In Verbindung mit der Dynamic-Luftfederung, der elektronischen aktiven Wankkontrolle und einer optionalen Allradlenkung soll der schwere Elektro-SUV trotz Batteriegewicht möglichst agil bleiben.
118,5-kWh-Akku bringt bis zu 609 Kilometer Reichweite
Im Fahrzeugboden steckt eine 118,5 kWh große Hochvoltbatterie. Sie ermöglicht je nach Konfiguration eine kombinierte WLTP-Reichweite von bis zu 609 Kilometern. Damit landet der elektrische Range Rover Sport in einem Bereich, der auch längere Autobahnetappen ohne ständige Ladestopps ermöglichen sollte.
Mindestens genauso wichtig ist jedoch, wie schnell die große Batterie anschließend wieder Energie aufnimmt. Range Rover verwendet eine 800-Volt-Architektur, die hohe Ladeleistungen ermöglicht. Die offizielle technische Übersicht nennt eine Spitzenladerate von bis zu 325 kW.
Unter idealen Bedingungen soll der Akku dadurch in rund 22 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen werden können. Noch anschaulicher ist die Angabe für einen kurzen Zwischenstopp: Innerhalb von zehn Minuten sollen bis zu 220 Kilometer WLTP-Reichweite nachgeladen werden können.
Damit spielt der Range Rover Sport Electric beim Schnellladen in der oberen Liga aktueller Elektro-SUV.
Elektroantrieb ohne Verzicht auf typische Range-Rover-Eigenschaften
Ein Range Rover Sport soll allerdings nicht nur schnell auf Asphalt sein. Trotz Elektroantrieb verspricht die Marke deshalb weiterhin die für das Modell typische Vielseitigkeit.
Interessant ist beispielsweise die Anhängelast von bis zu 2,5 Tonnen. Zusätzlich soll die Navigation bei aktiviertem Anhängerbetrieb den dadurch veränderten Energieverbrauch berücksichtigen und die Reichweitenprognose entsprechend anpassen.
Auch das One-Pedal-Fahren wurde auf Geländeeinsätze abgestimmt. Das Fahrzeug kann über die Rekuperation bis zum Stillstand verzögern und diese Funktion laut Range Rover sogar an stärkeren Steigungen nutzen.
Zu Hause lässt sich der große Akku mit bis zu 22 kW Wechselstrom laden. Dafür nennt der Hersteller ungefähr sieben Stunden für eine vollständige Ladung. An einer klassischen 7-kW-Wallbox dauert der Vorgang entsprechend erheblich länger.
Ab 93.500 Euro wird es interessant
Bei einem Range Rover wird am Ende natürlich auch der Preis spannend. Der Range Rover Sport Electric startet in Deutschland bei 93.500 Euro. Damit befindet sich das Modell eindeutig im Luxussegment, angesichts von Leistung, Batteriegröße und Markenpositionierung kommt der Einstiegspreis aber weniger extrem daher, als zunächst vielleicht erwartet.
Parallel bleiben die bekannten Antriebe weiterhin im Programm. Range Rover bietet den Sport unter anderem als Plug-in-Hybrid, mit Sechszylinder-Benziner, Diesel sowie mit V8 an. Der Elektroantrieb ersetzt die Verbrenner also vorerst nicht, sondern erweitert die Palette um eine weitere Alternative.
Gerade dadurch wird die neue Variante interessant. Kunden können nun innerhalb derselben Modellfamilie zwischen Diesel, Benziner, Plug-in-Hybrid und einem vollwertigen Elektroantrieb mit mehr als 600 Kilometern Reichweite wählen.
Aus der Ankündigung wird ein ernstzunehmender Elektro-SUV
Als Range Rover den Sport Electric im Juli erstmals zeigte, fehlten noch fast alle entscheidenden Daten. Jetzt wird deutlich, dass der Hersteller beim zweiten vollelektrischen Modell seiner Geschichte nicht nur auf Luxus und Markenimage setzt.
Bis zu 609 Kilometer Reichweite, 550 PS, schnelles 800-Volt-Laden und ein Einstiegspreis von 93.500 Euro ergeben ein ziemlich interessantes Gesamtpaket. Vor allem die Kombination aus großer Batterie und hoher Ladegeschwindigkeit dürfte dafür sorgen, dass der Range Rover Sport Electric nicht nur als exklusiver Stadt-SUV funktioniert.
Ob eingefleischte Range-Rover-Fahrer dafür tatsächlich ihren V8 stehen lassen, ist eine andere Frage. Technisch liefert der neue Stromer zumindest einige gute Argumente dafür.
Über den Autor
Christian Lahl
Christian Lahl ist Redakteur und Autor bei Sparneuwagen.de. Sein Schwerpunkt liegt auf Leasingangeboten, Fahrzeugdeals und aktuellen Entwicklungen der Automobilbranche. Dabei legt er besonderen Wert darauf, Angebote transparent einzuordnen und die wichtigsten Konditionen verständlich zusammenzufassen.Jetzt leasen!
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