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Preissprung bei gebrauchten E-Autos: Käufer ziehen sich bereits zurück

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Elektroauto, Bild: Pixabay

Nach einer langen Phase fallender Preise für gebrauchte Elektroautos wendet sich aktuell das Blatt auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Wie eine aktuelle Marktanalyse der Fahrzeugplattform AutoUncle zeigt, ziehen die Preise für Stromer aus zweiter Hand wieder spürbar an. Seit März verteuerten sich gebrauchte E-Autos im Durchschnitt um 15 Prozent. Diese Preissteigerungen bleiben jedoch nicht ohne Folgen für das Kaufverhalten der Kunden.

Preisanstieg bremst die Nachfrage spürbar aus

In den vergangenen zwei Jahren kannten die Preise für gebrauchte Elektroautos fast nur eine Richtung nach unten. Doch dieser Trend hat sich nun umgekehrt, da das Angebot offenbar nicht mehr mit der zwischenzeitlich gestiegenen Nachfrage Schritt halten konnte. Die nun höheren Angebotspreise scheinen die Kaufbereitschaft der Interessenten massiv zu dämpfen. So verzeichnet die AutoUncle-Analyse einen deutlichen Rückgang beim Absatz gebrauchter Elektrofahrzeuge um satte 26 Prozent. Der Markt für E-Autos steuert damit auf ein völlig neues Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu.

Beim VW ID.3 explodieren die Preise

Besonders drastisch fällt die Preisentwicklung bei einigen beliebten Modellen aus. So verteuerte sich der VW ID.3 laut der Analyse im Schnitt von knapp 21.000 Euro auf über 28.700 Euro, was einem extremen Preissprung von 37 Prozent entspricht. Auch der Skoda Enyaq iV legte preislich deutlich um 18 Prozent zu. Während der Großteil des Marktes teurer wird, gibt es vereinzelt noch Modelle, die gegen den Trend günstiger werden. Der Audi e-tron verzeichnete einen leichten Preisrückgang von rund einem Prozent, während der neuere Audi A6 e-tron um fünf Prozent günstiger angeboten wurde. Der Fiat 500e, der als absatzstärkstes Modell der untersuchten Gruppe gilt, zeigte sich preislich äußerst stabil und blieb nahezu unverändert.

Hintergrund der Marktanalyse

Die Daten von AutoUncle basieren auf einer fundierten Auswertung des Händlermarktes. Um ein realistisches Bild der aktuellen Lage abzubilden, wurden Privatverkäufe, Leasingangebote und Tageszulassungen aus der Analyse ausgeschlossen. Berücksichtigt wurden zudem ausschließlich Fahrzeuge mit einem maximalen Alter von zehn Jahren. Das unterstreicht die Aussagekraft der Zahlen und verdeutlicht, dass Käufer bei gebrauchten E-Autos derzeit wieder genauer kalkulieren und Preise vergleichen müssen.


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