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Neue Prüfungen für E-Autos? TÜV will Batterie und Fahrzeugsoftware stärker kontrollieren

Elektroautos erobern zunehmend den Gebrauchtwagenmarkt, doch bei vielen Käufern schwingt eine gehörige Portion Skepsis mit. Wie steht es um die Kapazität der teuren Batterie? Und funktioniert die komplexe Software noch so, wie sie soll? Der TÜV-Verband fordert nun neue Prüfstandards für Elektroautos. Im Fokus stehen standardisierte Batteriechecks für Gebrauchtwagen sowie eine stärkere Kontrolle digitaler Fahrzeugsysteme bei der Hauptuntersuchung.
Batteriezustand als neuer Maßstab beim Autokauf
Mit dem wachsenden Markt für gebrauchte Elektroautos gewinnt auch die Frage nach dem tatsächlichen Zustand der Antriebsbatterie an Bedeutung. Für den TÜV-Verband ist daher klar: Informationen zur Batteriegesundheit sind mittlerweile genauso wichtig wie Angaben zu Alter, Laufleistung oder der klassischen HU-Plakette.
Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, fordert deshalb einen standardisierten Batteriecheck. Ein solcher Test könnte Verbrauchern mehr Sicherheit beim Kauf eines gebrauchten Elektroautos geben. Bislang ist es für Laien schwierig, die verbleibende Kapazität und damit einen entscheidenden Faktor für den Wert eines gebrauchten Stromers verlässlich einzuschätzen.
Software und Assistenzsysteme auf dem Prüfstand
Neben der Batterie rückt die zunehmende Digitalisierung der Fahrzeuge in den Fokus der Prüfer. Moderne Autos sind rollende Computer, deren Sicherheit maßgeblich von der Software abhängt. Eine unabhängige Überprüfung dieser digitalen Systeme wird laut der Studie von 83 Prozent der Befragten als wichtig erachtet.
Der TÜV fordert deshalb, dass Fahrassistenzsysteme im Rahmen der Hauptuntersuchung künftig auf ihre Funktion und Wirkung getestet werden können. Auch die Integrität sicherheits- und emissionsrelevanter Fahrzeugsoftware soll überprüfbar sein, damit unzulässige Veränderungen und Manipulationen erkannt werden können.
Warum Leasing für E-Auto-Unentschlossene interessant sein kann
Die Forderungen des TÜV zeigen: Mit dem wachsenden Gebrauchtwagenmarkt für Elektroautos gewinnen Fragen rund um Batteriegesundheit und Fahrzeugsoftware zunehmend an Bedeutung. Für Autofahrer, die sich wegen der langfristigen Batteriealterung oder des späteren Wiederverkaufs noch nicht auf den Kauf eines Elektroautos festlegen möchten, kann Leasing eine interessante Alternative sein. Insbesondere beim Kilometerleasing liegt das spätere Vermarktungs- und Restwertrisiko grundsätzlich beim Leasinggeber. Gleichzeitig können Autofahrer für einen überschaubaren Zeitraum ein aktuelles Elektroauto nutzen, ohne sich langfristig an dessen technische Entwicklung zu binden.