Home » News » Elektromobilität » Kein autonomes Fahren: Bereits bezahltes Feature kommt nicht für ältere Fahrzeuge

Tesla

Kein autonomes Fahren: Bereits bezahltes Feature kommt nicht für ältere Fahrzeuge

Tesla Model S
Tesla Model S; Quelle: Beat Jau/unsplash
    • Viele Tesla-Kunden, die vor Jahren für die Option des autonomen Fahrens bezahlt haben, müssen ihre Erwartungen offenbar deutlich zurückschrauben.
    • Wie Elon Musk bestätigte, reicht die in älteren Fahrzeugen verbaute Technik nicht aus, um vollständig autonomes Fahren zu ermöglichen.
    • Betroffenen Kunden stehen nun mehrere, sämtlich wenig zufriedenstellende Möglichkeiten offen.

Tesla-Kunden sind wenig begeistert: Das vollautonome Fahren, für das viele Kunden bereits vor Jahren bezahlt haben, wird für ältere Modelle nun doch nicht kommen.

Konkret betrifft dies Fahrzeuge mit der sogenannten Hardware 3 (HW3), die seit 2019 in Modellen von Tesla eingesetzt wurde. Käufer konnten damals gegen Aufpreis die Funktion „Full Self-Driving“ erwerben, verbunden mit der Aussicht, dass diese später per Software-Update freigeschaltet wird. Laut Musk fehlen der HW3 jedoch zentrale technische Voraussetzungen, insbesondere bei der Rechenleistung und Speicherbandbreite, um unbeaufsichtigtes Fahren umzusetzen.

Wie Tesla verärgerte Kunden beschwichtigen möchte

Als Lösung stellt Tesla betroffenen Kunden verschiedene Optionen in Aussicht. Neben einem vergünstigten Fahrzeugtausch soll auch eine Nachrüstung möglich sein. Diese würde jedoch den Austausch zentraler Komponenten wie des Bordcomputers und der Kameras erfordern und gilt als aufwendig. Für eine breite Umsetzung wären laut Musk spezielle Fertigungsstrukturen notwendig, konkrete Zeitpläne gibt es bislang nicht.

Für die Zwischenzeit kündigt Tesla weitere Software-Updates für HW3-Fahrzeuge an, die jedoch nicht den vollen Funktionsumfang neuerer Systeme erreichen dürften.

Kommt eine Sammelklage gegen Tesla?

Die Situation sorgt bei einigen Kunden für Unmut. In Europa wird bereits an einer möglichen Sammelklage gearbeitet, während in den USA ein Einzelfall vor Gericht erfolgreich war und einem Kunden die Rückerstattung der FSD-Gebühr zugesprochen wurde.

Tesla verfolgt beim autonomen Fahren weiterhin einen kamerabasierten Ansatz, der stark auf künstliche Intelligenz setzt. Andere Anbieter kombinieren hingegen zusätzliche Sensortechnologien wie Radar oder Lidar, um die Fahrzeugumgebung zu erfassen.


Themen des Beitrags:
Tesla