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Mögliches Verbot?

Gefährliche Türgriffe: Kraftfahrtbundesamt spricht mit niederländischer Zulassungsbehörde über Tesla

Tesla Model Y im Euro NCAP-Test
Tesla Model Y im Euro NCAP-Test; Quelle: Pressefoto

Die Türgriffe im Tesla können zur tödlicher Gefahr bei Unfällen werden. Eine Reihe tragischer Todesfälle geht bereits auf diese konstruktionsbedingte Eigenart der Fahrzeuge zurück, die inzwischen auch von mehr und mehr anderen Herstellern übernommen wird. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) tauscht sich inzwischen mit anderen nationalen Regulierern über dieses Thema aus.

Tesla-Fahrer befinden sich in einer latenten Gefahr: Bei einem Unfall kann es passieren, dass sie ihr Fahrzeug nicht mehr verlassen können. Das kann nachteilig sein, besonders dann, wenn der Wagen auch Feuer fängt. Nach einem unfallbedingten Stromausfall lassen sich die Türgriffe der Fahrzeuge manchmal nicht öffnen, eine Reihe von Todesfällen geht auf diesen Mangel zurück, wie wir bereits zuvor berichtet hatten.

Kraftfahrtbundesamt beginnt Arbeitsgespräche mit niederländischen Kollegen

Inzwischen laufen in den USA Sammelklagen gegen Tesla aufgrund dieser tückischen Eigenart der Fahrzeuge, auch in Deutschland sind die Behörden aufmerksam geworden. Das Kraftfahrtbundesamt hat inzwischen Kontakt mit seinem Gegenstück aus den Niederlanden aufgenommen, das die Typgenehmigung für die Tesla-Fahrzeuge auf dem europäischen Markt erteilt hatte, wie das Handelsblatt auf Anfrage erfuhr.

Gefährliches Feature breitet sich aus

Tesla-Gründer- und CEO Elon Musk bestand auf die Bauweise der versenkbaren Türgriffe, obwohl seine eigenen Ingenieure die Konstruktion als kritisch und unangebracht bezeichnet hatten. Inzwischen wird die Idee von anderen Herstellern aufgegriffen.

Mercedes oder Land Rover haben heute vergleichbar ausgestaltete Fahrzeuge am Markt. Auch hier wird die Tür oft elektronisch entriegelt, etwa bei den Modellen von Mercedes und BMW, wobei dies allerdings unabhängig von der Hauptbatterie erfolgen soll. Das Problem: Das klappt nicht in jedem Fall.

Niederländische Behörde könnte befangen sein

Bei den Arbeitsgesprächen zwischen dem deutschen KBA und den Niederländern könnten gegensätzliche Interessen ein Problem werden. Die Zulassung für alle Teslas auf dem gesamten europäischen Markt wird von der niederländischen Kraftfahrzeugaufsicht ausgestellt, weil die Tesla-Europazentrale dort angesiedelt ist.

Die Behörden könnten daher zurückhaltend mit der Verschärfung von Auflagen sein, um keine Abwanderung zu provozieren, man kennt vergleichbare Probleme mit der Durchsetzung robuster Regulierungen vom Datenschutz. Die irische Datenschutzaufsicht war oftmals wenig interessiert, amerikanische Tech-Konzerne zu regulieren, um irische Arbeitsplätze zu schützen.

An Beispielen wie diesen zeigt sich einmal mehr, dass nur eine gesamteuropäische Lösung in Form von EU-Verordnungen- oder Richtlinien ein geeignetes Werkzeug für einen verbraucherfreundlichen europäischen Binnenmarkt sein können. Ein Verbot steht aktuell nicht im Raum.


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