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Verkehrswende

Elektroflaute: VW ID.3 wird doch nicht in Wolfsburg gebaut

VW ID.3
VW ID.3; Quelle: Pressefoto

VW wird den ID.3 doch nicht weiter in Wolfsburg bauen. Die Produktion im Stammwerk von Volkswagen hat der Autobauer nun wieder abgesagt – aus wirtschaftlichen Gründen. Die Fertigung verbleibt komplett im sächsischen Zwickau.

VW wird den ID.3 nicht in seinem Stammwerk in Wolfsburg bauen. Die ab Sommer geplante Überlauffertigung wird in Wolfsburg nicht aufgenommen werden, wie Medienberichte VW-Sprecher heute zitierten. Produktionsvorstand Christian Vollmer verwies in diesem Zusammenhang auf Aspekte der Wirtschaftlichkeit. Jeder Euro, der nicht unbedingt ausgegeben werden müsse, solle auch nicht ausgegeben werden, so der Manager.

VW ID.3 wird weiter ausschließlich in Sachsen gefertigt

Der ID.3 wird von Volkswagen nach wie vor ausschließlich im Werk im sächsischen Zwickau produziert werden, heißt es. Dort war VW zuletzt gezwungen gewesen, Schichten zu streichen: Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen hatte in den letzten Monaten spürbar nachgelassen.

Man strebe nun an, die Produktion in Zwickau vollständig auszulasten, so Vollmer.

Im letzten Jahr hatte VW rund 140.800 VW ID.3 ausgeliefert. Nach wie vor soll auch eine kleine Stückzahl Fahrzeuge in Dresden gebaut werden.

Fokus auf Verbrenner in Wolfsburg

Dagegen liege der Schwerpunkt im Stammwerk in Wolfsburg weiter auf der Fertigung von Verbrennern. Auch Hybriden wie Golf und Tiguan werden in VW weiter gebaut. E-Autos wie der VW ID.3 haben es aktuell schwer.

VW ist zuversichtlich, dort in diesem Jahr wieder die Marke von 500.000 gebauten Fahrzeugen zu erreichen. Damit käme das VW-Werk in Wolfsburg erstmals seit längerer Zeit wieder an  seine früheren Jahresproduktionsraten heran. Der Konzern ist zuversichtlich, die Produktion in Niedersachsen in diesem Jahr wieder voll auszulasten. Dennoch ziehen dunkle Wolken über VW auf: Der Autobauer dürfte demnächst große Probleme mit verschärften Abgasgrenzwerten der EU bekommen, wie wir vor einigen Tagen berichtet hatten. Um mit seiner Flotte nicht in ganz erheblichem Ausmaß gegen die schärferen Anforderungen zu verstoßen, wäre eine drastische Steigerung der Verkäufe von E-Autos dringend nötig, doch hier gibt es aktuell keine positive Dynamik.

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Themen des Beitrags:
VWVW ID.3

Über den Autor

Roman van Genabith

Roman van Genabith ist Journalist und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte liegen auf Elektromobilität, Automobilwirtschaft, Marktentwicklungen und Mobilitätspolitik. Dabei ordnet er aktuelle Entwicklungen auch anhand ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein.

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