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Chinesischer Konzern „Dreame“ erwägt Bau von E-Auto-Werk in Brandenburg

Parkplatz E-Auto
Parkplatz für E-Auto, Bild: Pixabay

Der chinesische Technologiekonzern „Dreame Technology“ führt Gespräche mit der brandenburgischen Landesregierung über den möglichen Bau einer Fabrik für Elektroautos. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bestätigte am Dienstag erstmals entsprechende Medienberichte. Er hielt sich jedoch zu Details bedeckt, um den Prozess nicht zu gefährden. Das Vorhaben stößt auf ein gemischtes Echo: Während die Politik diskret verhandelt, äußern Experten Skepsis und Umweltschützer sowie lokale Behörden sehen erhebliche Hürden.

Woidke bestätigt Gespräche und wirbt um Zurückhaltung

Auf einer Pressekonferenz in Neubrandenburg bestätigte Ministerpräsident Woidke: „Es gibt Gespräche.“ Gleichzeitig betonte er die brandenburgische Strategie, solche Vorhaben zunächst vertraulich und in Ruhe vorzubereiten. „Öffentliche Berichterstattung ist oft hilfreich, aber es gibt auch Situationen, da ist es nicht hilfreich“, so Woidke weiter. Weitere Einzelheiten nannte er nicht.

Zuvor hatten sich sowohl das Wirtschafts- als auch das Umweltministerium zurückhaltend geäußert und erklärt, keine offiziellen Anträge oder Informationen zu konkreten Ansiedlungsplänen zu haben. Auch der Landkreis Oder-Spree, in dem eine mögliche Fabrik in der Nähe des Tesla-Werks in Grünheide entstehen könnte, hatte zunächst keine Kenntnis von dem Vorhaben.

Experten-Skepsis und wirtschaftliche Beweggründe

Der Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer riet zur Vorsicht. „Man ist das zum Teil von Chinesen gewohnt, dass viel angekündigt wird“, erklärte er gegenüber dem rbb und verwies auf das gescheiterte Autoprojekt des ebenfalls auf Haushaltsgeräte spezialisierten Unternehmens Dyson. Der Schritt vom Staubsauger zum Auto sei gewaltig.

Gleichzeitig hält Dudenhöffer den Wirtschaftsstandort Deutschland für unattraktiv. Hohe Strompreise, Lohnkosten und eine mangelhafte Infrastruktur machten die Bundesrepublik „miserabel“ wettbewerbsfähig. „Eine Fabrik kann man bauen, aber wenn man die Kunden für die Produkte nicht hat und diese zu teuer sind, weil die Produktionskosten zu hoch sind, dann kann es schiefgehen“, so seine Einschätzung.

Umweltbedenken und fehlende Flächen

Der „Verein für Natur und Landwirtschaft in Brandenburg“, bereits ein bekannter Kritiker der Tesla-Ansiedlung, befürchtet einen weiteren „Ausverkauf von Brandenburg“. Der Verein kritisierte mangelnde Transparenz und befürchtet, dass es sich bei dem potenziellen Standort um ein geplantes 240 Hektar großes Gewerbegebiet an der Autobahn 12 bei Fürstenwalde handeln könnte. Dort hat sich bereits eine Bürgerinitiative gegen das Projekt formiert, die Waldrodungen und negative Folgen für die Natur befürchtet.


Themen des Beitrags:
ElektrowendePolitik

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