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Bequemer und billiger in der Aufstellung: Tesla nimmt erste Folding Unit Supercharger in Europa in Betrieb

Tesla Supercharger
Tesla Supercharger; Quelle: Neo Tan/Unsplash
    • Tesla hat die ersten sogenannten Folding Unit Supercharger (FU Supercharger) in Europa in Betrieb genommen.
    • Das bestätigte das offizielle Tesla-Charging-Team über die Plattform X.
    • Wo die neuen Schnellladestationen installiert wurden, teilte das Unternehmen bislang allerdings nicht mit.

Tesla treibt den Ausbau seines Ladenetzes in Europa weiter voran. Nun wurden hier auch erste Modelle der sogenannten Folding Unit Supercharger aufgebaut, wie unlängst bekannt wurde. Mit dem neuen Konzept will Tesla den Ausbau seines Ladenetzes beschleunigen und gleichzeitig die Kosten für Aufbau und Installation deutlich senken. Die FU Supercharger basieren auf der aktuellen V4-Technologie und bieten Ladeleistungen von bis zu 500 kW. Jede Einheit verfügt über acht Ladepunkte.

Neue Charger sind schneller und einfacher aufgebaut

Ein wesentlicher Vorteil des Systems liegt in der Logistik: Zwei komplette Ladeeinheiten können gemeinsam auf einem einzigen Lkw transportiert werden. Dadurch lassen sich pro Transport 16 Ladepunkte ausliefern, während bisher maximal zwölf Ladepunkte befördert werden konnten.

Die Ladeparks werden vormontiert angeliefert und vor Ort lediglich aufgeklappt. Ergänzt wird das System durch ausfahrbare Lichtmasten, die den Aufbau zusätzlich vereinfachen sollen. Laut Tesla reduziert sich dadurch der Installationsaufwand erheblich.

Neue Ladepunkte für Tesla auch deutlich günstiger

Das Unternehmen hatte die Folding Unit Supercharger erstmals Ende März vorgestellt. Nach Angaben von Tesla sinken die Gesamtkosten gegenüber herkömmlichen Supercharger-Standorten um mehr als 20 Prozent. Gleichzeitig soll sich die Installationszeit etwa halbieren.

Max de Zegher, Senior Director of Charging bei Tesla, erklärte, dass die Einsparungen vor allem durch geringere Kosten für Tiefbauarbeiten, Elektroinstallationen und Logistik entstehen. Da viele Komponenten bereits im Werk vormontiert werden, entfallen zahlreiche Arbeitsschritte auf der Baustelle. Dazu gehören unter anderem der Anschluss von Gleichstrom-Sammelschienen sowie zusätzliche Inbetriebnahme-Arbeiten durch Tesla-Techniker.

Bei den aktuell ausgelieferten Anlagen handelt es sich noch um die erste Generation des Systems. Eine weiterentwickelte Rev3-Version soll nach Unternehmensangaben im zweiten Quartal 2026 folgen.

Die Folding Unit Supercharger bauen auf einer Entwicklung auf, die Tesla bereits vor mehreren Jahren begonnen hat. Erste vorgefertigte Supercharger-Anlagen wurden 2021 in den USA getestet. Seit 2022 setzt Tesla die sogenannte Prefab-Technologie weltweit ein, unter anderem für mobile Schnellladestationen, die bei erhöhtem Verkehrsaufkommen oder nach Naturkatastrophen zum Einsatz kommen.

Mit der Einführung der neuen Folding Unit Supercharger treibt Tesla diese Strategie nun weiter voran und setzt verstärkt auf vorgefertigte, schnell installierbare Ladeinfrastruktur. Angaben zu weiteren europäischen Standorten sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.


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