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Die Leasingübernahme: Der Leasingvertrag aus zweiter Hand

händischer Vertrag
händischer Vertrag, Bild: Pixabay

Ein neues Auto zu leasen, ohne die üblichen langen Lieferzeiten und oft ohne Anzahlung, gilt unter Interessenten als attraktive Option. Die Leasingübernahme bietet hierfür eine Lösung. Im Folgenden wird erläutert, warum die Übernahme eines laufenden Vertrags oft ein Schnäppchen darstellt, welche Risiken existieren und wie der rechtliche Prozess abläuft.

Definition der Leasingübernahme

Bei einer Leasingübernahme (Vertragsumschreibung) tritt eine neue Person als Übernehmer in einen bestehenden Vertrag ein. Der ursprüngliche Leasingnehmer beendet den Vertrag vorzeitig, etwa aufgrund von Familienzuwachs, Jobwechsel oder finanziellen Veränderungen. Da eine vorzeitige Kündigung meist mit hohen Kosten verbunden ist, wird oft ein Nachfolger gesucht, der den Vertrag zu den bestehenden Konditionen fortführt.

Vorteile für Übernehmer

  • Finanzieller Vorsprung: Durch eine bereits geleistete Sonderzahlung des Vorbesitzers resultieren oft niedrigere Raten, ohne dass Eigenkapital eingebracht werden muss.
  • Kurze Restlaufzeiten: Während Neuverträge oft 36 oder 48 Monate laufen, ermöglichen Übernahmen Laufzeiten von lediglich 12 oder 18 Monaten.
  • Sofortige Verfügbarkeit: Das „Gebrauchtwagen-Leasing“ ist die schnellste Methode, um trotz Chipmangel an einen modernen Neuwagen zu gelangen.
  • Eingefahrenes Fahrzeug: Das Auto ist bereits eingefahren; zudem lassen sich Informationen über eventuelle Mängel direkt beim Vorbesitzer einholen.

Wichtige Prüfpunkte bei der Auswahl

Vor der Vertragsunterzeichnung ist eine akribische Prüfung folgender Punkte notwendig:

  • Kilometerstand: Die Restkilometer-Laufleistung muss zum geplanten Fahrprofil passen, um Nachzahlungen am Ende zu vermeiden.
  • Zustand und Schäden: Eine Besichtigung und Probefahrt sind unerlässlich. Ein professionelles Übergabeprotokoll dokumentiert Altschäden, damit die Haftung bei Rückgabe ausgeschlossen ist.
  • Service-Historie: Ein lückenlos gepflegtes Scheckheft und fristgerechte Inspektionen sind Voraussetzung, um Zusatzkosten bei der Rückgabe zu vermeiden.
  • Reifenprofil: Abgefahrene Reifen führen bei kurzfristiger Rückgabe zu ungeplanten Kosten für den Übernehmer.

Der rechtliche Prozess und Kosten

Die Umschreibung erfolgt in fünf formalen Schritten: Einigung der Parteien, Anfrage beim Leasinggeber, Bonitätsprüfung, Vertragsunterzeichnung und physische Übergabe. Zu beachten sind die Umschreibegebühren der Banken, die meist zwischen 400 € und 700 € liegen. Oft lässt sich verhandeln, dass der Abgebende diese Gebühren übernimmt oder einen Bonus zahlt.


Themen des Beitrags:
Leasing

Über den Autor

Fabian Schwarzenbach

Fabian Schwarzenbach ist Journalist, Podcaster und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte sind Elektromobilität, neue Modelle, Fahrzeugtechnik und Digitalisierung. Bekannt ist er außerdem als Moderator des Apple-Podcasts „Apfelplausch“.

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