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Wissenschaftler hat nachgerechnet: Spritpreise in Deutschland steigen stärker als durch Iran-Krieg zu erwarten wäre

Tankstelle
Tankstelle, Quelle: Iade Michoko, Pixabay
  • In den letzten Wochen sind die Spritpreise an deutschen Tankstellen dramatisch gestiegen.
  • Zur Begründung verweisen Mineralölfirmen auf den Krieg im Nahen Osten und damit verbundenen Herausforderungen.
  • Einiges deutet aber darauf hin, dass die Ölkonzerne die Entwicklung nutzen, um unerwartete, riesige Gewinne zu realisieren.

Die Spritpreise in Deutschland reagieren weiterhin asymmetrisch auf Entwicklungen am Ölmarkt. Während steigende Ölpreise schnell und deutlich an die Verbraucher weitergegeben werden, sinken die Preise bei fallenden Rohölkosten langsamer. Im Zuge des Iran-Konflikts zeigt sich dieser Effekt laut aktuellen Analysen besonders ausgeprägt.

Spritpreise in Deutschland deutlich stärker als nötig gestiegen

Nach Berechnungen des Ökonomen Ferdinand Fichtner von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin haben Mineralölkonzerne den jüngsten Ölpreisschock genutzt, um die Preise für Diesel und Heizöl überdurchschnittlich stark anzuheben. Der Anstieg gehe dabei deutlich über das hinaus, was durch die Entwicklung des Rohölpreises erklärbar sei. Beim Diesel lasse sich nur etwa ein Drittel bis die Hälfte der Preissteigerung auf höhere Ölpreise zurückführen.

Seit Anfang März seien Dieselpreise von rund 2,20 Euro pro Liter zu beobachten. Auf Basis historischer Zusammenhänge wäre laut Fichtner jedoch ein Niveau von etwa 1,90 Euro plausibel. Die aktuelle Entwicklung weiche damit deutlich von den Mustern der vergangenen Jahre ab.

Langfristige Analysen zeigen zudem, dass ein Anstieg des Ölpreises um zehn Euro pro Barrel den Dieselpreis typischerweise um rund acht Cent erhöht. Sinkende Ölpreise wirken sich hingegen langsamer auf die Endkundenpreise aus. Übertragen auf die aktuelle Situation würde dies ebenfalls auf ein niedrigeres Preisniveau hindeuten.

Abzocke oder berechtigte Preisanstiege?

Von gezielter Abzocke will Fichtner dennoch nicht sprechen. Die höheren Preise seien grundsätzlich auch ein Signal für ein knapperes Angebot. Gleichzeitig verweist er jedoch auf die Marktstruktur in Deutschland, die eine solche Preisentwicklung begünstigen könne. Der Markt gilt als stark konzentriert, wodurch Preisanpassungen leichter durchgesetzt werden können. In Ländern wie Frankreich mit einer größeren Zahl unabhängiger Tankstellen sei der Wettbewerb ausgeprägter.

Zudem könnten frühere staatliche Eingriffe wie Tankrabatte oder Preisdeckel Erwartungen in der Branche beeinflussen. Höhere Ausgangspreise könnten demnach eine Grundlage für künftige regulatorische Maßnahmen bilden.

Die Bundesregierung prüft derzeit kartellrechtliche Schritte gegen die gestiegenen Preise an den Tankstellen. Das Bundeskartellamt sieht bislang jedoch keine Hinweise auf illegale Preisabsprachen. Behördenchef Andreas Mundt verwies darauf, dass die hohe Markttransparenz es Unternehmen ermögliche, die Preise der Konkurrenz jederzeit nachzuvollziehen. ⛽📊


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